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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 1 · p. Seite 39

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1866-01-01
Page
Seite 39 (sequence 3)
Language
German
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Recensionen und Anzeigen. 39 den wir hervorheben müssen, der Mangel an psychologischer Tiefe. Die Satire darf sich nämlich nicht damit begnügen, das Schlechte in groben, allgemeinen Zügen von irgend einer Seite festzuhalten,1) sondern muss es verfolgen auf Schritt und Tritt, auf seinen geheimen Schleichwegen, bis das geheimste Lagerversteck aufgefunden ist; die feinen Wurzeln und Fasern des!Lasters, wie sie sich in das menschliche llerz einzuschlagen pflegen, müssen fein präparirt, blossgelegt und durch das Mikroskop einer hin und wieder vergrössernden Darstellung für Jedermann verdeutlicht werden. Man sehe den ersten Aufsatz מאזני משקל• Wir erblicken hier den Verfasser vor einer Waage mit der merkwürdigen, vortrefflichen Eigenschaft, das innere Wesen der Dinge anzugeben. Er wiegt nun die Glückseligkeit dieser Welt und die Seligkeit der ewigen; die Schale der letzteren sinkt gar tief und nichts ist נ in Stande, die der erste re n in’s Gleichgewicht herabzuziehen. Ferner wird durch Zufriedenheit alle Herrlichkeit der Erde aufgewogen. Jedoch dies Alles müssen wir dem Verfasser auf’s Wort glauben, wir sehen zwar auf den verschiedenen Artikeln allerlei Etiquette, aber in das Innere, in das Wesen der Sache erhalten wir keinen Einblick, — wie dergleichen, worüber wir uns zuweilen nicht enthalten können, den Kopf zu schütteln, durch seine guten Gründe gerechtfertigt ist, hierüber erhalten wir keinen Aufschluss. Leber den Werth der Zufriedenheit u. a. werden mancherlei allgemeine Phrasen stets gern zu Markte gebracht, aber die Hauptsache, die wir wissen wollen, bleibt das Wie und Warum; wird uns dies gesagt, sagen wir uns selbst das Uebrige. Der letztere Theil dieses Aufsatzes, wo die Bücher an die Reihe kommen, ist schon besser motivirt. Die Bücher der Plagiatoren werden z. B. gewogen und zu leicht befunden; dies wird aber hier doch wenigstens in folgender Weise begründet. (Schluss folgt.) l) Und dann bei einem Witze ein Bonmot anszurufen.

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