Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 10 (1861)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Zur hebräischen Sprachkunde und Bibelexegese
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 9)
- Language
- German
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28 Recensionen und Anzeigen. tion in dem schwierigen Halbverse ה!3ו לרגליך □tT vorzuschlagen, ob man nicht dafür כהן denken kann: ״sie waren zermalmt, zerknirscht zu Deinen Füssen. — Eine aufmerksame Beobachtung wird noch mehr Transpositionen finden lassen, (Fortsetzung folgt.) Reeensionea and Anzeigen. Koppen, die Religion des Buddha und ihre Entstehung. Berlin. 1857. Ein geistvoll und mit eingehender Gelehrsamkeit geschrie״ benes Buch, das wir mit um so lebhafterer Freude begrüssen, je grössere Schwierigkeiten auf diesem Gebiete dem Forscher sich entgegenstellen, welche jedoch der Verfasser in einer liehten Darstellung der buddhistischen Religion glücklich zu überwinden wusste. Nur Eines mussten wir bedauern, dass nämlich der sonst so sorgsame Verfasser im Ganzen nur wenig Aufmerksamkeit den hebräisch-biblischen Schriften und Alterthümern zugewandt zu haben scheint, und dass er hier augenscheinlich theils aus secundären Quellen schöpfte, die ihn täuschten, theils sich von allgemeinen und irrigen Voraussetzungen leiten liess, die ihn oft ungerecht machen, wenn er, was an sich gewiss dankenswerth ist, die Gelegenheit ergreift, um Vergleiche an zustellen, Wenn wir im Allgemeinen Grund haben, anzunehmen, dass der Ausgangspunkt auch aller heidnischen Religionen der Monotheismus war, so bietet sich dafür, nach den Bemerkungen des Verfassers Seite 3 f., auch in der buddhistischen, wie bei den indogermanischen Völkern überhaupt, eine wichtige Bestätigung. ״Denn sie alle leiteten ursprünglich die Begriffe ״Gott" und ״Himmel," die auf der ersten Stufe der religiösen Enfcwikkelung bei sehr vielen Völkern in Eins zusammenfallen, aus dem Begriffe des Leuchtens her, und aus diesem sprachlichen, wie aus dem allgemeinen Grunde, dass auch in seiner religiösen Entfaltung der Geist von der Einheit ausgeht, ist anzunehmen, dass in der ältesten indo-germanischen Vorzeit einst jener Ur-