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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 1 · p. Seite 2

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 1
Article
Der Rückblick
Date
1861-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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2 Der Rückblick. nie versiegende Quelle hinzuweisen, die dem alten mehrtausendjährigen Baume Frische und Dauer durch alle Phasen und Wandlungen der Zeit sichert. Und nicht minder als die Ausdauer und der Widerstand soll was sie erhöhet und neben der Passivität nach aussen einen Innern lebendigen Geistesaufschwung zeigt, anschaulich gemacht werden: sie beständen nicht nur in den Leiden, sondern sie standen über den Leiden, die Geisteskraft blieb ungebrochen, das wissenschaftliche Streben und'Fox•- sehen hatte an Frische nichts verloren, die Widerwärtigkeiten drückten nicht nieder, vermochten nichts gegen die Elasiticität und Freudigkeit des Geistes, der sich an scharfsinnigen, theosophischer Kopfhängerei abgewendeten Studien aufbauete. Denken und Forschen, wissenschaftliche geistige Bewegung ist das andere Lebenselement des Judentliums;, es bewahrte in jenen düsteren kleb ein vor Stagnation und geistiger Versiechung, bildete die erwärmende.und.erhellende Lichtgarbe, deren nach ,allen Riehtungen sprühende Funken in den Geistern zündeten. Die wissenschaftliche Forschung sollte daher den andern integrh־enden Theil der gestellten Aufgabe bilden: es galt theils die Resultate früherer Forschungen dem heutigen Verständnisse blosszulegen, das Vereinzelte in einen Brennpunkt zu vereinigen und systematisch zu verarbeiten, theils in selbstständiger Auffassung zu den Quellen zu- .rückzugehen und der Wissenschaft neue Bahnen zu öffnen. Dem; geschichtlichen Theile der Aufgabe schloss sich noch die Anforderung an, bedeutende Vorfällen!!eiten und Begebnisse auf dem Gebiete des religiösen und Gemeindelehens der Gegenwart zu vermerken, da auch die Gegenwarb Geschichte macht, die Vermittelung zwischen Vergangenheit und Zukunft übernimmt. Mit diesem Programm eröffneten wir zu Ende des Jahres 1851 die Monatsschrift; aber schon die Vorgänge während des ersten Jahres ihres Erscheinens drängten eine theilweise Aenderung des Programms auf. Auf die wilden Kämpfe der letzten Jahre des fünften Jahrzehnts war tiefe Abspannung, ex-drückende Hoffnungslosigkeit, in das Chaos Ordnung zu bringen, gefolgt, und man über-

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