Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 1 · p. Seite 16

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 1
Article
Erkennen und Verkennen
Date
1859-01-01
Page
Seite 16 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2829132-2829234-2829236-2843033--04597-2843059
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

' Aß WMWFUnd, VMnMN- -MphM Ltzsstng's-mber wird mit Recht die- Anforderung gestellt, Paß er, im Geiste des unsterblichen Mannes, Lein ,Licht undHahrheit! dqs, höchste Ziel des geistigen.Mrehens wareA her-nchtiftiyem Herzblute gegen 'ObeMMchW und-UnduldsamkeitkämpM -mitMMehendenLWntmß. und gereiftem -MhfilHdir-.-A.DjDM- ,begriffe einer-Confesston auffasse. Schon denManendes.Freundes Mendelssohn's war der Biograph-es Huldig, nicht einunwürpiges Motiv, aufzusuchen, wo ihm das edlere, die Confesston!ehrende«so nahe lag; und dieses untergeschobene Motivwirh noch Überdies durch jenes Axiom, das Riemanden von der , Seligkeit excludirt, Lügen gestraft. Will man ihr eine hier einschlagende Exklusivität aufbürden, wohlan!!sie Excludirt.den nominellen.Ke- Hnner, denn sie will innere, wahrhafte Ueberzeugung;. Harum war, es-ihr nie um die Zahl zu thun. Sie excludirt ferner das Einschleppen heidnischer, Anschauungen und inihnen gewürzelter Sitten und Lebensweisen , daher,, so leicht es ihr, wie geschicht-׳ lich.-constatirt^ geworden wäre, unter Fallenlaffen einer Bedingung zur!Aufnahme — der Beschneidung — in den letzten Zeiten des Römerreiches eine Weltreligion zu werden , ließ sie dennoch von ihrer strengen Forderung nicht? ab. Denn Weltreligionen und Helteroberungen theilen',dasselbe Schicksal: der erobernde Stagt geht seinem Wesen nach in dem Komplex der unterworfenen Völker aus, eine Wellreligion-kann der mächtigen Strömung ihr wipex-, , sprechender-und widerstrebender Elemente nicht gebieten, sie dringen gewaltsam-ein und behaupten sich auf Kosten der wesentlichsten religiösen Wahrheiten Die tiefere Geschichts- und Alterthumssorschung lehrt, wie viel Heidnisches sich selbst bei den cipilisirtesten Völkern unserer Zeit unter religiöser Gestalt erhalten. ', Heben wir noch eine Manifestation der das JudenthüM hedingenden Potenzen hervor. Es erkennt einen mächtigen und liebenden Gott, ist wicht nur Ausfluß des Gemüthes, sondern anch des Geistes; darum hat es den'Juden geistig stark gemacht. Das Judenthum hat eine ungemeine Zähigkeit, seine Geschichte "ist eine -Schule per Leiden und pes Märtyrerthums.: von dieser Seite wird es - von christlichen-״ und jüdischen Geschichtschreibern und -Romantikern anfgefaßt nnd- Äls Gegenständ des tiefsten Mitlbides und Bedauerns dargestellt. Doch wird, was weniger dem in der Idee des ״ ewigen Inden " sich! gefallenden Romantiker, als dem Geschichtschreiber zum Vorwurf gemacht'werden kann, eine Lichtseite übersehen: das Judenthumll-at nicht nur das resignirenhe,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.