Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Erkennen und Verkennen
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 8)
- Language
- German
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12 kennen und Verkennen. Wir schließen diesem geschichtlichen Jahresberichte einige apho-- ristische Bemerkungen an , zu denen der zuletzt erwähnte Vorgang sowie manche literarische Erscheinung Veranlassung gäben.׳ ״!!-Das -Judmthum erkennt, was häusigverkanntwird, und darum׳ist sein Schicksal Verkennung. /!.-hHb.Dssr.Judenthum^׳kMnt/-nür«üek!eifervvllen/Göttss,°so!:wiM von -mehr sich ihren! Glauben als -für -die!/Wahrheiteifernden ׳ Theologen: behauptet. Das - Wörtchen >, nur ist falsch; das In-- deuthum spricht als/ Fundament seines Wekenntniffes aus :!!,,Du sollst!lieben!den - Ewigen>deinen Gott, mit deinem-ganzen Herzen!,! mit deiner! ganzen Seele und mit allen deinen Kräften" (Deuteron. 6, 5); ״ Kinder seid ihrdem Ewigen, euerm/Gott" ׳ Das. 14,; l)v; Also ein geg enseiliges Verhältniß der Liebe: - Gott kündigt!sich als liebender -Vater an, und der Mensch soll stch ihm in Liebe chingebem-!! Mebechaupt-Äirk ^Liebe.->-zu- Gott geheischt/, -su muß als -Grundgedanke vorausgehen: Gott liebt den/Menfchen, da sonst! nur das NerUltniß ein er au s d em - Gesüh le d er Abhängig-, kvits entspringenden Furcht; nicht aber innige; Hingebung , Nebe> wiesie im zuerst gedachten Verse verlangt wird , eintreten kann. Aber Eines ist, das das Judenthum neben der. Liebe als Hauptfactor aufstellt .und wodurch es dem Begriffe von der Liebe Gottes!' Der Versuch aber einet direkten Einmischung in die Regierung eines fremden Staates, um dort die Grundsätze zur Geltung zu bringenwelche im eigenen Lande maßgebend, sind, würdenda. 'wo es sich um einen Unterthanen des fremden Staates selbst handelt, nicht allein an sich schon gewichtigen Bedenken unterliegen, sondern auch in diesem besonderen Falle eigenthümlichen Schwierigkeiten begegnen.- Die besondere Stellung des Souverains in Rom wird es demselben schwer machen^ Won einem evangelischen Fürsten Börstellungen oderRathschläge "anzunehmen, welche, Won römisch-katholischer Seite' kommend, vielleicht keinem Bedenken unterliegen würden. '׳<״׳• Dissen Rücksichten hat sich auch Se. Königl, Hoheit der Prinz-Regent hei der Erwägung der vorliegenden Angelegenheit, welche Allerhöchstseine AufmerksaMkeit schon lange lebhaft beschäftigt, nicht" entziehen können. - Der Vertreter Sr. Majestät des Königs in Rom hat daher nur angewiesen werden können, sich, wo die Gclegenheir sich ihm darbiete, in voller Ucbereinstimmung mit den oben erwähn en Grundsätzen des Preußischen Königshauses und/Staatsäüs zu sprechen und über-die Gesinnungen Sr. Königl. Hoheit des Prinz-Pegenten keinen Zweifel zu lassen. /! ׳'ss-MrrhöHstdiestlLm" haben mir zu befehlen/ geruht,! dieser Eröffnung die Versicherung Seines lebhaften Interesses und Wohlwollens für alle" Theil- »ehmer an dem Jmmediat-Gesuch hinzuzufügen. - -/' ׳ - Berlin, den 21. Dezember 1858.- "/!' ' v. Schleinitz/ Äü den Vorstand der jüdischen Gemeinde zu-Berlin. -