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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 1 · p. Seite 4

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 1
Article
Erkennen und Verkennen
Date
1859-01-01
Page
Seite 4 (sequence 2)
Language
German
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4 Erkennen und Verkennen. sprachen es von innigem Eifer'für Deutschlands .Ehre und Bestimmung beseelte Männer schmerzvoll aus, schein! seine eigentliche Aufgäbe zu vergessen. Preußen wurzelt in dem Boden der Geistessrische - und Geistesfreiheit, und wenn Weltlage wie politische Constellationen Deutschland zumeist auf Eroberungen und Errungenschaften aus geistigem Gebiete Hinweisen, so liegt Preußens Macht und Schwer- Punkt in der von ihm geförderten Intelligenz seiner Bewohner und der allgemein an gebahnten politischen Reife, die, wie sie in dem näheverwandten anglosächsischen Stamme hervortritt, die sicherste Gewährleistung für Vaterlandsliebe und opferfähige Hingebung an das Vrterlandist: die geistigen Wäheti^ die Preußens Söhne handhaben, sie sollen vor Allem ׳Achtung abtrotzen und,jedem etwa mit Eroberungsgelüsten schwanger gehenden nahen oder fernen? Nachbar kundthun, daß er einem seiner Freiheit sich, bewußten und für sie wie Ein Mann einstehenden Volke gegenübertrete. -Aber solche Begeisterung geht nur aus dem erhebende männlichen, Gefühle der Selbstständigkeit hervor: daß in den letzten Jahren eine die Selbstständigkeit niederhaltende Bevormundung eingetreten, eine Mächtige' Partei sich ’zwischen Thron und Volk gesteht, ihre mit dein Palladium des preußischen Volkes, der Verfassung, in grellem Widerspruche stehenden Souderintereffen und Absichten als des Staates eigentliches Wohl verkündigt und. auf den Gebieten des geistigen und politischen Lebens geltend gemacht, dieses׳ ist's, avas tiefe Trauer 'in, wahrhaft patriotischen, Männern ,hervorrief. Wurde doch von den Leitern dieser Partei bei- Gelegenheiten ausgesprochen: ״ die Verfassung fei,ein überkommenes Uebel!" Es kann daher auch nicht befremden, 'daß auf den im Jahre 1852 vor hie Erste Kammer gebrachten Antragt ,״die׳Mitgliedschaft in einer der beiden Kammern und der Zutritt, zu Äemtern, mit denen die Ausübung einer richterlichen, - polizeilichen oder executiven Gewalt verbunden ist, ist bedingt durch die Aufnahme in eine der anerkannten christlichen Kirchen" '— ein Antrag, der, wie aus d.er Erläuterung des Antragstellers hervorgiyg, Hauptfachlich, gegen die Juden gerichtet war.der königl. Eommissar in der Eommisflonsberathung die ,Erklärung ab gab, ״daß die Staatsregierung Anstand nehme, der Entscheidung her,Kammern über den Antrag, soweit er von der Mitgliedschaft an der Volks- Vertretung Handle, frgendwie,fp0MgreHfl^'chgtz.,,ab«/chieMriM Gegenstände,, welche derselbe berührt, durch Interpretation der bestehenden Gesetze, so weit nöthig, ihre. Ausgleichung gesunden

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