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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 1 · p. Seite 33

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension] / .t.
Date
1858-01-01
Page
Seite 33 (sequence 2)
Language
German
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33 Reecnsionen und Anzeigen. tincn richtigen Begriff von den Anfängen, dem Fortschritte, der Biüthe und dem.Verfall der poetanischen Productioncn zu machen. Tie Herren Luzzatto und Dukes baden zwar versprochen, «in vollständiges alphabetisches Verzeickniß der poötanischen Dichter zu liefern, aber sie baden bisher noch nickt Wort gehalten. Bcrdicnstlick ist es daher, daß Herr Landshuth endlich die Dahn gebrocken und eine übersichtliche alphabetische Zusammenstellung der Poötanim und. ihrer Leistungen unternommen hat. Er bekundet in diesem Werke erstaunlichen Saminelfleiß und vollständige Vertrautheit mit dem Gegenstände. Wir tadeln ihn nickt darum, daß er leine Arbeit begrenzt und sich nur auf die liturgischen Eyelen des deutscheu, polnischen, sfardischen. römischen und siidsranzbsiscken .,Minhag" beschränkt bat. Eine umsaffende und erschöpfende Behandlung >ä1nmtlicher Pijnt- Dichter ist für den Augenblick noch eine Unmöglichkeit. Derjenige gibt doppelt, der, wenn auch wenig, doch zur Zeit gibt. Das erste Heft umfaßt die Poötanim von Aleph bis 2ud, und jeder Artikel zeugt von biencnartigem Flciße. Der Verfasser bat Alles zusammengctragcn, was bisher darüber geschrieben worden, und obgleich er den Sceundärqncllen gerecht wird, so verfehlt er doch nicht, die Hauptquellen anzugcben, wo sich die erste Nachricht über einen Pvötan oder ein Pijut findet. So ist der Leser im Stande, sich selbst ein Urlheil über Dieses und Jenes zu bilden und ist nicht ans die nicht selten befangenen Gesichtspunkte der Machsor-Gelehrten angewiesen. 2» diesein Hefte kommen nah' an zweihundert Dichter vor; die fruchtbarsten derselben sind: Kalir, 2chuda Halevi, Isaak Ibn-Gial und Ibn-Esra. Bon dem Erster» werden 161 Pijnt-Stücke aufgezählt, vom Zweiten 123, vom Dritten 118 und Ibn-Esra zählt nur 60. Doch bemerkt der Derfaffer. daß ihm noch viele andere angehören, die nur das Akrostichon Abraham haben. Die g.thciltcn Ansichten über Vaterland und Zeit der ersten poöta- Nischen Dichter 2 anal und Kalir hat der Verfasser mit ruhiger Unparteilichkeit neben einander ausgestellt, ohne sich für die eine oder andere zu entscheiden. Doch ist es nicht zu verkennen, daß er geneigt ist, Rapoport beizupflichten. daß Kalir dem zehnten Jahrhundert angehört, trotz daß Luzzato siegreiche Gegenbeweise ausgestellt hat. trotz daß cs jetzt unumstößlich erwiesen ist. daß Saadia schon Kalir eitirt, und endlich daß schon die Gaoniin N. Natrona'i und N. Amram aus der Mitte des neunten Jahrhunderts ältere Pijutin, kennen und eitiren. Indessen ist es gefährlich, in dieses Wespennest zu'stechen. Die Ausstattung dieses Heftes läßt nichts zu wünschen übrig. Viankel, Monatsschrift. VII. 1, o

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