Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das jüdisch-theologische Seminar zu Breslau
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 5)
- Language
- German
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Das jüdisch-theologische Seminar zu Breslau. 23 Lehrcrcollcginms gelieferte hefte Arbeit errangeit die Herren stuck. Kilos. H. Selig so lni ans Wöllstein und I- Traub ans Mannheim. Herr Traub verlad bei der Gedachtnißfeier seine Preisstluifl. Dieses Jahr wurde als Preisaufgabe gestellt: Ueber den Geist des Co mm ent a rs des Sk. Moses den Na chm an zum Pentateuch, und über sein Derhältniß zum Peutateuch-Comn:enrar Naschi's. Sieben Hörer haben umfangreichere Arbeiten cingeliefert. Der Name Desjenigen, der dcir Preis errungen, wird im Berichte des künftigen Jahres mitgetbeilt werden. Daö Senrinar beging anr 27. Januar die statutenmäßige Gedächtnißfeier des Stifters der Anstalt, des k. Commereienratbes Jonas Frankel. — Anr in. Detober wurde die GeburtSfeicr Sr. Majestät des Königs im Beisein des Cnratorinms, des Lehrercolleginms und der Seminaristen begangen. Die eingegangene erschütternde Nachricht über den Gesundheitszustand des Königs hatte die Gemnther zur tiefsten Wehmut!) gestimmt. Nach einem Recitativ (Ps. 41) suchte der Unterzeichnete dem allgemein gefühlten Sclnnerz einen entsprechenden Ausdruck zu geben, und schloß mit einem Gebete an den Weltenlenker für die baldige Genesung des Königs, der seinem Volke wiedergegcbcn werden möge. — Der Gcbcthymnns für das Wohl des Königs beendete die Feier. Mit Freuden spricht die Anstalt ihren Dank für manche ihr gewordene Beweise des Wohlwollens und der ehrenden Thcilnähme aus. Mit besonderer Anerkennung erwähnt sie Herrn Bernhard Poppelauer von hier, der die Zinsen von tausend Thaleru zu einem Stipendium für einen fleißigen mittellosen Seminaristen bestimmte; ferner Herrn Leiser Jafse aus Posen, der dem Seminar aus dem Nachlasse seines Sohnes, Herrn Hermann Jafse, ein Legat von tausend Thaleru überwies, dessen Zinsen als Stipendium einem fleißigen mittellosen Seminaristen mit der daran geknüpften Bedingung ertheilt werden sollen, daß er am Sterbetage des verstorbenen Herrn Hermann Jaffe (6. Adar) die üblichen Trauergebete verrichte. Andere Beweise des schätzbaren. Wohlwollens legten an den Tag: Herr S. Zuckermann von hier, welcher die Bibliothek t>C£ Anstalt mit dem Werke Asifat Sekenim zu Baba Mezia bereicherte. — Herr Dr. Kämpf in Prag übergab der Bibliothek