Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Was uns noth thut
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 14)
- Language
- German
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18 Das jüdisch -theologische Seminar Sinn 'für das-Gut 'abgeht, das sie ihren Kindern als RettungSanker in den Stürmen des Hebens mitgeben sollen. Woher Ab- Hülse? Von dem, in dessen Hand das Herz der Menschen, und woher die AL hülfe kommen wird für so Vieles, das uns noth thut: ״von dem Gotte Israels, der sein Volk nicht aus immer verlassen wird." Frankel. Das jüdischtheologische Seminar zu Breslau. Das etwas trübe Gefühl, das der Einblick in unsere äußeren und inneren Zustände bei manchem Leser geweckt haben mag, dürste Beschwichtigung und Aussöhnung in einer Erscheinung finden, die das obige Schlußwort bekräftigt ״der Herr wird Nicht auf immer verlassen". Fast war auch bei den Besserdeukeuden eine stille Resignation, ein schmerzliches Verzichtleisten auf die Hoffnung, daß der jüd. Wissenschaft wieder eine Pflanzstätte er. stehen werde, eingetreten. Bei den in unserer Zeit allenthalben sich kundgebenden Dissonanzen avar die Aussicht Ws einen über Sonderinteressen und individueller Meinung stehenden einigen- Gesammtwillen in weite Ferne :gerückt;: auch für dassWnM Opfer würde Sitz und Stimme beb-den Gerathungeu über Einrichtung und Lehrweise beansprucht :worden׳ sein, und welch er Erfolg wäre bei dieser nach den einzelnen Beiträgen hervortretenden bunten Mannigfaltigkeit zu erzielen gewesen! Die Großherzigkeit' eines Mannes half aus: der verstorbene Commerzienrath Jonas Frankel verfügte, daß aus seinem zu gemeinnützigen Zwecken zu verwendenden Nachlasse ein die relig. Interessen der Gesammtheit, fördern des--,JuHWtss׳, ein Seminar zur Heranbildung von Rabbinern und Lehrern errichtet werde; und in welcher Weise die Testamentsvollstrecker diesem Willen nachgekommen, ist aus frfi- Heren in diesem Blatte gebrachten Berichten bekannt. Alljährliche Nachrichten über die Entwickelung und das Gedeihen dieser Austatt werden wohl nicht unwillkommen seW und hält das Seminar: dem Publicum gegenüber sich hierzu verpflichtet. Liegt in der ruhmseligen Anpreisung der Leistungen ein:Zengniß der innern Haltlosigkeit, die durch äußern Glanz getragen sein will,, so zeigt die Abgeschlossenheit von Selbstüberschätzung, von einer die öffentliche Theilnahme und deren Berechtigung, Mitwisserin der für Jas