Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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li des Neumonds nach der Mondbeobachtung zu beseitigen, das Jahr auch grade deshalb nur zu 364 Tagen od. 52 Wochen festgesetzt haben, ״damit die Feste nie die Tage übergehen," sondern immer aus dieselben Wochentage fallenwelches weder bei den Palast. Mondjahren noch bei Jahren von 365 Tagen Möglich ist. Dieß besagen die Worte: ״also ist eS eingegraben und festgesetzt auf den himmmlischbn Tafeln und es giebt keine Uebergehung, jedes Jahr, Jahr aus, Jahr ein." — Daß eine selche principielle Abweichung von der tradirten Festrechnung im OniasteMpel angenommen worden und die Kunde hiervon nicht nach Palästina gedrungen wäre, ist kaüM glaublich, da man doch auf Einheit in Feier der Festtage ein Hauptgewicht legte. Dieses einzige Moment schon hätte ihn als absolut sectirerisch stempeln Müssen. Hr. Dr. F. will nun noch S. 392 aus mehreren Stellen im B. der Jub., wo (wie bei Noah II, 244 und bei Abraham III, 18.) Salz bei den Opfern erwähnt ist, schließen, daß dieß auf einen zu Leontopolis üblichen liturgischen Gebrauch gegründet sei. — In seinem erwähnten Werke ״über den Einfluß der Palast. Eregese" S. 157 u. hierauf sich beziehend in dessen Monatschr. Jahrg. 1851/52 S. 276. hatte nämlich der Hr. Vers, folgende VcrmuthUng aufgestellt. Die Ixx. fügt Lev. 24, 7. den Worten noinh ר5תס על חמעלהח• hinzu: xal äXa (und Salz) und übersetzt in gedachtem Verse nicht diutia sondern nooxsiiMva. Letzteres soll darum geschehen sein, weil die Lxx. hier die Halacha nicht annimmt, wonach der Weihrauch geopfert werden mußte, sondern bei den Schaubroden keine Opferung stättfand, also keine ■d-vdia. War aber hierbei keine Opferung, was bedeutet die Hinzufügung des SalzeS? Dieß möge vielleicht aus einem im Oniastempel üblichen Gebrauche herrühren. — Auf dieses ״ vielleicht" gründet Hr. Verf. seine Aeußerung, daß die Erwähnung des Salzes bei den Opfern Noah's und Abraham's im B. d. Jub. ein auf den Oniastempel hinweisendes Moment sei! Nun scheint aber jene Stelle der Dxx. ganz einfach erklärt Werden zu können. Ueberall, wo nmer im Pentat. vorkömmt, bezieht es sich entweder überhaupt auf Opfer oder das dargebrachte bestehet in Fettstücken, in Mehl oder Broden, welche mit dem Weihrauche zugleich in Rauch aufgehen sollen. Hier wechselt diö Lxx. mit den Worten: xftxria, xagnut^K, öXöxctvTmpoi (Vgl. Fürst Conc. 8. v. אעזל); allein Lev. 24, 7., ist auch