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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 1 · p. Seite 29

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 1
Article
Ein historisches Datum im Buche Sohar
Date
1856-01-01
Page
Seite 29 (sequence 3)
Language
German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 21» Hunderts von irgend einem Schriftsteller verzeichnet sein. Von all diesen diese Erzählung heglcitendcn Angaben »i»unt die Erklärung keine Notiz, und kann daher auf kritische Gewißheit keinen Anspruch machen. Res. wird nun zeigen, wie man ein anderes Datum angedcn kann, wobei die Angaben der Erzählung mehr berücksichtigt werde». Zm Iabre 4127 A. M. -- 307 11. Cbr. traf der 25. Elul au einem Donneretage. Zu diesem Jahre wird von drei Schriftstellern, von Hevcl, Lu» biniczki und CäsiuS, die Erscheinung eines dem Venuslichte gleichen Kometen, der ain Hellen Tage gesehen wurde, angegeben. Um diese Zeit hatte der römische Kaiser ZulianuS Apostata den Befehl zum Aufbaue deS Tempels in Zerusalcm gegeben. Wie die Geschichte erzählt begaben sich viele Arbeiter nach Zcrusalem, und als der Bau begonnen hatte, wurde er durch einen plötzlichen Einsturz mehrerer Mauern verhindert. Nun sollte man des Kaisers Befehle einholen, aber dieser siel in einer Schlacht gegen die Perser. Vergleichen wir nun diese Erklärung mit der Erzählung, so stimmt zuvörderst daö Datum, daß der 25». Elul an einem Donnerstag trisst. Ferner ist das Wichtigste dabei — die Naturerscheinung — außer Zweifel. Die Beziehung zu Zcrusalcm und der Tod eines römischen Kaisers um diese Zeit sind fcstgestellt. Es wäre nur dagegen einzuwende», daß die Geschichtsschreiber den Tod des Julian aus das Zahr 303 setzen. Diesem Einwande wäre dadurch zu begegnen, daß, da David GanS im Zemach David aus einigen mittelalterlicheu Quellen das Zahr 307 für den Tod ZulianS ansetzt, es doch wohl möglich ist, daß auch der Verfasser des Sohar, mag er sein wer er wolle, von demselben Datum auSgcgange» ist. Mit weit größerem Rechte könnte daher, wenn solche Deduktionen überhaupt zugelasse» werden, das Zabr 4127 A. M. oder 307 n. Ehr. zur Erläuterung dieser Stelle gebraucht werden. Dr. B. Zuckern,an». Geisteslese aus der Schrift Bet-Jehuda. Zehuda Arje Modena, Darschan in Venedig, der in neuester Zeit von Einigen, wegen der von dem seligen Reggio edirten Schrift Bcchinat Ha-Äabala, als jüdischer Voltaire in den Himmel erhoben, von Andern deshalb als Ketzer verdammt wurde, verfaßte in seinem 04. Zabre (1034) unter dem Titel Bet-Zehuda Nachträge zu den hagadisehc» Eollektanäen (Eu-Zacob), denen er eine» sehr geistreichen Eommentar beifügte. Da diese Schrift sehr selten ist, so thcilcn wir hier aus der»

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