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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 1 · p. Seite 28

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 1
Article
Ein historisches Datum im Buche Sohar
Date
1856-01-01
Page
Seite 28 (sequence 2)
Language
German
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28 ffitf[011fd>aftlid'c Aufsätze. anderweitig bekannten geschichtlichen Fakten ermittelt werden. Ohne vollständige Begründung derselben ist den Hypothesen Thür und Thor geöffnet. Und selbst das Hypothesenausstcllen unterliegt einer gewissen Beschränkung. Nicht jeder beliebige Einfall kann ans den Wcrtl, einer Hypotbese Anspruch machen. AuS ihr müssen stch die zu erklärende». Tbatsachen, wenn auch nicht mit mathematischer Gewißheit, doch mit einiger Wabrscheinlichkcit, womit allerdings die Geschichtsforschung sich oft begnügen muß, deutlich ableitcn lassen. Ist ein historischer Fingerzeig angedeutet, so müsse», wenn ein Faktum daraus de» dueirt werden soll, alle oder doch die wichtigsten Momente desselben ihre Erklärung finden. Greift mau hingegen nur ein einziges Moment heraus und laßt die übrigen bei Seite, so wird der Bau aus so schwacher Grundlage bald genug zusammenstürze». — Einen Beleg hierzu liefert die von Dr. Iellinek in seinem ״Bet-ba-Midrasch" 3. Thl. S. XXXVII gegebene Erklärung einer Stelle im Sobar. Refer. will diese Stelle!׳ersetzen, da das Buch nicht alle» Leser» zugänglich ist. Im Sohar III 212b lesen wir: זמין הקב״ד. למבני ירושלים ולאהזאה הד כבבא קביעא מנצצא נע׳ רהטין ובע׳ זק־ן נה־ין נז:יה באסצעוה׳ רקיעא וישתאבון ביה ע׳ ככבין אחרנין ויהא נהיר ולהיט ע' יומין וביומא שתיתאה יחחזי בכ״ה יומין לירחא שהיהאה ויתכנש ביומא שביעאה לפוף ע׳ יומין. יומא קדמאה יתהוי בקרחא דרומי וההוא יומא ינפלון נ׳ שוויין עלאין מההוא קרתא דרומי. והיכלא רב־בא יכפול ושליטא דההוא קרתא ימות., d. h. ״Gott ist bereit Jerusalem zu erbauen und einen wunderbar glänzenden Ster» sichtbar werden zu lassen, der 70 Tage leuchten wird. Freitag den 25. Elul wird er gesehen werden, und Sonnabend am Ende der 70 Tage wird er untergeben. Am ersten Tage wird er sich in Rom zeigen, und an demselben Tage werden drei Hobe Mauern in Rom und ein großer Tempel einstürzen, und der Regent desselben wird sterben". Diese Stelle erklärt Herr Iellinek wie folgt: ״Im Jahre 1280 siel der 25. Elul am Donnerstag den 22. August, und an diesem Tage starb Pabst Nieolaus III. in Rom". Dabei ist nur der Tod eines Beherrschers vorr Rom berücksichtigt. Sehen wir uns die Stelle näher an, so sind darin mehrere Momente der Erzählung hervorgehobcn. 1) Der Bau Ierusalem'S. 2s Die Naturerscheinung. 3s Der Einsturz der Mauern. 4s Der Tod des Regenten. Die Erklärung des Dr. Iellinek gibt nicht an, in welcher Beziehung das Jahr 1280 zum Baue Jerusalems steht. Ferner läßt sie die Naturerscheinung ganz bei Seite, während diese gerade eine wesentliche Unterstützung der Hypothese gewesen wäre, indem Naturerscheinungen für historische Daten von großer Wichtigkeit sind. Ueberhau.pt müßte doch ein so glänzender Stern am Ende des 13. Jahr-

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