Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension] / D. C.
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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38 Necensionen und Anzeigen. der Name יצהרי, den der Vers. (Anm. 2) als Familienname auffaßt, ist nach einer Vermnthnng S. Cassels^) von der Stadt Graiffc abzuleiten.Wann Serachia nach Lünel gekommen sei, ist nicht genau zu ermitteln; daß dies erst nach 1160 geschehen, wie Znnz nach Michael^) vernnithct, gründet sich wohl darauf, daß Bensamin v. Tudcla, welcher im genannten Jahre seine Reise begann, ihn unter den in Lünel lebenden Gelehrten nicht erwähnt. Daß Serachia aber Lünel in Folge von Anseindungen verlaffen und nach einer am Mecresstrande gelegenen Stadt gewandert sei, wird ohne Grund vom Vers, aus einer dichterischen Phrase Serachia's geschloffen. Von der innigen Freundschaft, in welcher Serachia. mit Jehnda b. T׳'bboü lebte, hat der Vers., dem die darüber sprechenden neueren Forschungen unbekannt geblieben^), nichts erwähnen können. Die literarische Thätigkeit Serachja's ist vom Vers, mit dankenswerther Gründlichkeit und Ausführlichkeit, so weit ihm die betreffenden Quellen zugänglich waren, behandelt worden. Serachia hat bekanntlich besonders durch sein kühnes Auftreten gegen ältere hochstehende Autoritäten, wie Alfast und Efraim (b. David), eben so durch seine Streitschriften gegen Abraham b. David Aufsehen erregt. Sein Hauptwerk: Maor, das in zwei Theile zerfällt: a) Maor Ha-Gadol über die Ordnungen Nesikim und Naschim, und b) Maor Ha-Katan über Berachot, die Ordnung Moed und den Traktat Chullin, ist, wie bekannt, gewöhnlich den Ausgaben der Halachot des Alsasi beigedrnckt. Der Vers, hebt mit Recht hervor, daß Serachia bei aller Entschiedenheit, mit welcher er gegen ältere Autoritäten auftritt, sich in dieser Bezichung sehr vortheilhast von seinem Antagonisten Abraham b. David unterscheidet, der durch die Härte und Feindseligkeit in seinen polemischen Angriffen gegen Maimonides hinlänglich bekannt ist. Mit Unrecht ' Gedichte des Vaters Isaak und des Bruders Berechja (Jaberechja) das. S. 466. 465. — Dgl. Sachs: die relig. Poesie S. 257. Anm. 4 u. 5. 4) Magazin für die Liker, des Auslandes 1849. S. 51. 5) Benj. o. T. II. <S. 13. 6) In dein am Schluß des Buches Ha-Zaba befindlichen Gedicht liest der Vers. ... npD Cr) >»,n.n אם תשבי st. בי1ם, was aber offenbar ll') zu lesen ist. Der ganze Zusammenhang zeigt, daß hier der schon ergraute (p unten) Dichter von der Rückkehr der Seele zu Gott spricht, daß unter גחת das irdische Leben zu verstehen ist u. s. w. 7) Vgl, Kusari sä. Cassel S. 122 im Commentar. Zunz: zu Benj, v. T. II, S. 13, besonders Steinschneider: Ermahnungsschreiben des Jehuda Jbn Tibbon an seinen Sohn Samuel. Berlin 1852. S. VII.