Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das Paraphrastische der arabischen Übersetzung des R. Saadia Gaon
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 11)
- Language
- German
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Recensionen und Anzeigen. 33 darunter versteht. Saadia hält auch diese Ansicht fest, er sagt ausdrücklich: ,אסם אהדהא אלניל והו אלמוחיט בגמיע בלר זוילה אלד׳־ פיר אלרהב. Wogegeit aber Jbn Esra ack vsrs. ankämpft und behauptet, daß er bezüglich der drei übrigen Flüsse schon geographisch nicht der Nil sein könne, der ans dem Mondgebirge entspringt, und wahrscheinlich habe es auch Saadia nur aus dem Grunde mit solcher Bestimmtheit in seiner Uebertragung gegeben, mn in einer arabischen, der Welt zugänzlichen Uebersetzung nicht zu zeigen, daß man über die Bedeutung eines Wortes im Unklaren sei. Y. XII. Auch in diesem Verse begegnen wir in Saadia's Paraphrase dasselbe wie im vorigen Verse; sic erklärt unbekannte Ansdrücke des Textes, welche Jbn Esra ebenfalls nicht als eine abgemachte der Wahrheit ganz entsprechende Sache hingehen läßt. Hier handelt cs sich um die Ausdrücke אגן השהם und 'גדלה. Saadia gibt diesen Vers also: ״ ורהב רלך אלבלד גיר תם אללולו וחגארה אלגלורUnd das Gold dieses Landes ist gut, dort sind die Perlen und Krystallsteine". Saadia macht uns auch die folgenden Namen etwas deutlicher: ואמם אלנהר אלתאני גי־הא; והו אלמהי־ט בגמיע נלד אלהבשה ואםם אלנהר אלתאלת רגלה והו יסיר פי שיקי אלמוצל ואלנהר אלראבע הו .אלפראת Recensionen und Anzeigen. דברי הבח־וז Die Worte des Bundes oder das Buch der Lehren und Pflichten, angereihet an die zehn Bundesworte auf Sinai. Eine Erbauungsschrift für Schule und Haus von H. I. Schütz. Cleve 1854. 3 Hefte. 254 S. Unter dm zahlreichen Religionsschriften, mit welchen die jüdische Literatur seit einigen Deccnuien bereichert wurde, zeichnet sich vorliegendes Werk in vieler Beziehungwortheilhaft aus. Es ist weit entfernt von dem Alles verflachenden Rationalismus unserer Zeit, der dem Judenthume seinen concreten Inhalt raubt und cs im reinen Menschthnm aufgchcn läßt, indem er alle Lehren verwirft welche nicht gerade vom Alltags-Verstandc geboten sind und, um das Wort ״Offenbarung" zu retten, dasjenige ״Offenbarung" nennt, was von seiner grundlosen philosophischen Anschauung gebilligt wird. Aber eben so fern steht der Verfasser dem starren Formeng laubcn, welcher alle Ein- Frankel, Monatsschrift. IV. I. 3