Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Genealogisches und Chronologisches in Betreff der Patriarchen aus dem Hillel'schen Hause bis auf R. Jehuda ha-Nassi, den Redacteur der Mischna
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 2)
- Language
- German
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40 Wissenschaftliche Aufsätze. der בג* .ננותי־־־דז stattfand. Diese Annablnen stebcn al'cr lucht bloß mit cinfitlvt^mton Verlebten de!? I o s e p b u S, sondern fcvvu mit anderweitiflcii bezüglichen Angaben des T a l mu d selbst in Widerspruch. Wenden wir uns $11 IosepbnS, so tritt uns zunächst die vielfach erörterte, aber noch immer nicht befriedigend geloste Frage entgegen: Wen denn IosepbnS unter dem von il׳m melwmals enväbriten Gelelutenpaar Pol! io n und Samens meine, ob Schein aja undVbtaljon oder Hille! und Schammai. Areb. 15, i, bcrid'tct Jof., daß Her odes nael׳ seiner Tbronbesteigung den Parusch Po Ilion und dessen Sebüler Samens in großen b'bren gebalten babe. weil ne —־ als er Jerusalem belagerte — j^u* Ueb ergäbe der Stadt geratben. Ferner beißt es ib. .15. 10. 14. daß Herodes in! I. seiner Negierung von den berverragenden Persönlichkeiten in, Volke einen Untertbancn-lö'ld verlangt und auch den Parnfcb Pollion, Samens und deren Anbang zur Gidesleistnug aufgesordert babe, was diese jedoch entschieden verweigert batten. Daß in beiden Stellen ein und dieselben Personeu gemeint sein, unterliegt keinem Zweifel. Iosepbus kann bier aber weder einer Unkenntnist, nocb einer Parteilichkeit beschuldigt werden. Niä't der Unkenntnis, weil zu seiner Zeit die Quellen in Betreff des Herodes und der mit ihm in Bernbrnng gekommenen Personen überaus reichlich flössen. Schon das ibm vorgelegene Geschieh tswerk des Nicola ns DamaseenuS war hinreichend, ibn vor dergleichen Irrtbnmern zu bewabren: niebt der Parteilichkeit, weil nicht abznseben in, reas der fragliche <^cgenstand mit seinem Partei- Interesse zu schaffen habe. Und gesetzt, Jos. babe ilm zu seinem Partei-Zweck aus beuten wollen,, so wäre es ja solebcm viel entsprechender gewesen, den An Herrn seines politischen Gegners I. zu beschuldigen, daß er einem von den Römern eingesetzten Könige rebellisch den Gid der Treue verweigert habe. Was konnte es ihm frommen, dies von den ihm völlig gleichgültigen Schemata und Abtaljon zu bebanvten, wenn nicht historische Treue ibn hier geleitet.*) Ist aber Joseph in der fraglichen Beziebung weder eilies Irrrbums noch einer Parteilichkeit \\\ zeihen, - - so ist da nur ein ״entweder oder" zulässtg: entweder man uunmt an, daß *הלי und *שמא es waren, die uacb Arch.!5, I,! zur Uebergabe der Stadt gepathen, oder man 1> tteberbaupt darf man gegen Io sepbus, namentlich in Fällen, wo er sich bloß ans nackte Minbeilung von Thatsachen beschränkt, ohne sich über dieselben pragnlatisch zu verbreiten. — mir dem Vorwurf der Parteilichkeit nicht atlzuseeigebig sein. -