Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 2)
- Language
- German
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Mcccufioiu'ii und Anzeigen. 84 hört hon 3׳d>lüffcl;11 1'io Ion iKntl'fdn und .;um Vers! und ui sc vieler i'uulclKMtcu tu 101־' tic lnllärung ^ofuutcu: Die ^viechifeite 11 und ^raafntcii 2neich•;vhi'cimm^ou in dev jvnanntcu!׳itovatuv miijTcn vom (Mcfu’ltxH'untt der hyzant! ui f eh eu Svraelnvaitdlllng an^ofoKiut unb bouvtbcili worden. ־ ־ Gattern nämlich Mom au* seiner Wiege gerissen und an die l^renz scheide des Abend- und Morgenlandes versetzt wurde, um bald daraus selbü in ein morgent!nd ahendländisehes Ne ich auseinander;11 fallen, haben die hei den sogenannlmc klassischen Sv rachen eine ries gehende Umwandhing erfahren. ׳du dem Hofe zu Byzanz und im morgenläudischen Reiche ühevhauvt wurde zwar das Griechische wieder cfftcicllc und Riodesvrache; aber es nahm eine so große Menge' Latinismen zcir Bezeichnung der Hofwnrden, des Militär- und Berichtsloeseris, die mit henrbergehraeht wtivden, aus, daß eS seinen Charakter halt׳ eiiehusne. Die Bulgärsvraehe, die xo'.'-vj xal gegetl welche sieh Männer von (Geschmack und Bildung lange gesträubt, nahm immer mehr überhand itnh iiherwucherte die l lasst sch reinen Sprachformen, seitdem tutgehildete (vmvortommlinge und hildungsseindliehe Priester das hvzannnisehe Reich he herrsch teil. Das K hviftenthum, dessen Befenntlusschristen tu dem vulgaren Dia seit versaßt sind, und das damals die hwmüther und Gelster beherrschte, trug das 2 einige zur Svrae!׳verderhn!ß mW 2 vraehverwilderung hei. Bald überschwemmten harharische Boiler, die sich au der Donau nnb dem Rheine angesammelt hatten, die römischen Grenzen und Körnten an den Thoren von Altunh Reu-Rom, nahmen zwar die einen die lateinische, die andern die griechische Sprache an, aber nur um beide noch mehr zu verderben, und radebrechten sie so sehr, das die t^ötterserache zu einem Jargon ausarrele. Wie diese Ranirvolter die leuchtenden alunstgebilde der Seulrmr und ArUnwIlur Hellas' und patiuuis zerschlugen, um sich daraus ecne heaueme Hcnlsliehteit einzuriehteu, so zertrümmerten sie die schönen 2 vraehgehilde, um sie ihrem rauhen Organ bequem und mundgerecht zu machen. Dieses vielfach verkümmerte und zerfetzte Sprachgemeuge, worin ,UIäffisches und Barbarisches, Morgeuländisches und Abendlandlsehes, Höfisches und klösterliches bmtt unter einander gemischt war, brachte das sogenannte byzantinische Idiom hervor, das bekanntlich nicht nur aui die Btldung des Neugriechischen, sondern auch aus die der romanischen und sogar der germanischen Sprachfamilien einen großen Einfluß auSgeuht bat. Natürlich konnte die jüdische Literatur dieser Zeit diesem Einflüsse nicht unzugänglich bleiben. Judäa, das Geburtsland der Midraschim, gehörte bis zu Omars Eroberung im 7. Jahrhundert zum byzantinischen