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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 1 · p. Seite 29

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1853-01-01
Page
Seite 29 (sequence 5)
Language
German
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Recensionen und Anzeigen. 29 reiches Interlokut, bis zur Beendigung seiner größeren Geschichte der Kabbala. 4) כתר שם טוב : über das Tetragrammaton von Abra- Ham aus Cöln, ist eine etwa 19 hebräische Druckseiten umfassende Schrift, deren Hauptinhalt darin bestehet, die 10 Sefirot aus dem 4buchstabigen Namen Gott zu entwickeln, und hat einen Schüler des berühmten Kabbalisten ״Eleasar aus Worms" (Rokeach) zum Verfasser. Sie ist bereits Amsterdam 1810 in 4. edirt; der jetzige Herausgeber hat jedoch eine in der Stadtbibliothek git Hamburg befindliche Handschrist damit verglichen und die neue Edition danach verbessert. — Wahrscheinlich wollte Hr. I. auch eine Production der deutschen Kabbalistenschule veröffentlichen, um ihre besonderen Eigenthümlichkeiten im Verhältniß zur französischen zu zeigen, deßhalb wählte er dieses in spielende Buchstabensymbolik sehr ausartende Stück. — Die einleitenden Bemerkungen enthalten Notizen über die kabbalistischen Schriften Eleasar's aus Worms (deren 21 genannt werden), über die Reihenfolge der kabbalistischen Überlieferung von Abu Harun bis auf den gedachten R. Eleasar, wobei die von Luzzatto (il kiuäulsmo illuslralo I, 30 se!q.) gegen Rapoport behauptete Ansicht, daß der R. Kalonymos aus Lucca wirklich von Karl dem Großen (nicht von Karl dem Kahlen) nach Mainz gebracht worden sei, schon als entschieden hingestellt wird. Auch sind die differirenden Meinungen Jost's und S. Cassels' über die angeblichen Wunder des R. Abraham aus Köln angeführt. Als Zuthat ist auch noch die bekannte Stelle aus Isaak ben Scheschet N. G. A. Nr. 156 über die 10 Sefirot mit abgedruckt. Im Vorworte äußert Hr. I. mit Recht, daß die Vernachlässigung der Geschichte der Kabbala an allen darüber erscheinenden Werken, wie Z. B. die von Molitor, Lutterbeck sich räche, weshalb er es hauptsächlich unternommen habe dieses Gebiet zu bearbeiten.. Möge Hr. I. weiter darin fortfahren und endlich durch klare und lichtvolle Darstellung der ganzen Entwickelungsschichte der jüdischen Mystik darthun, daß der von Lutterbeck (die neutestamentlichen Lehrbegriffe 1, 221) hingeworsene Satz ״daß allein die jüdische Mystik es sei, wodurch selbst noch in unsrer Zeit die Juden zum Christenthum hinübergeführt werden können" auf Täuschung beruhet, indem in unsrer Zeit die alte Mystik selbst im positiv-gläubigen Judenthum, nach den verschiedenen Phasen die es dnrchgemacht, nur noch Gegenstand Wissenschaft- Ucher Forschung, nicht aber Sache der Ueberzeugung und Gemüthsdnrchdringung werden kann, einzelne Schwärmer vielleicht abgerechnet. Dr. B. B e er.

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