Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1851)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1851-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2829132-2829133-2829135-2842583--00045-2842627- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Neccnsionen und Anzeigen. 31 der erwachenden Neignng zu Studien Wer Palästina in katholischen Kreisen, und als solche erwahnenswerth. ES ist eben das Ende des 16. Jahrhunderts mit dem die große Literatur ihren Anfang nimmt, welcher wir eine so zahlreiche Fülle archäologischer Arbeiten über jüdisches Alterthum verdanken. Es hangt Dies, was jüdische Literatoren nicht übersehen dürfen, mit dem Zuge des Zeitalters zusammen. Die strengere kirchliche Richtung, welche seit den letzten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts eintrat mag auf die Frische und künstlerische Gestaltung literarischer und poetischer Productionen nicht vortheilhast eingewirkt haben; es führte aber zum Studium des jüdischen Alterthums und mit größerer Anstrengung als dies je der Fall gewesen war. Und zwar nicht aus den Intentionen, in welchen der Protestantismus die Kenntniß der hebräischen Sprache und des jüdischen Wissens belebte und ausbeutete. Auch nicht in Folge vereinzelter Neigung und individueller Auffassung, wie dies noch früher z. B. In Pico de Miranduia2) der Fall gewesen. Vielmehr war es eben die ernster und strenger gewordene kirchliche Richtung, welche nun auch den alten Bund mit neuem Eifer bedachte. Es ist hier nicht der Ort eine historische Skizze der archäologischen Literatur zu geben, welche von Christen ausging, aber es verlohnt sich der Mühe für diejenigen, welche es zu thun die Absicht hatten, auch einige andere Rücksichten als blos die ans Jahrzahlen vorwalten zu lassen. Nach einer kurzen Widmung geht der Verfasser auf die Beschreibung della provintia di terra sanla detta di Cosmographi Pelcstina über. Er gibt ihre geographische Lage an nach Graden und Klima, findet sie situata nella Siria, hoggi di della Soria3). Die Alten jagt er hatten Siria in mehrere Provinzen getheilt in Mesopotomia, 2) Der Eifer dieses berühmten Mannes war außerordentlich sich des Hebräischen, aber auch des Chaldäischen und Arabischen zu bemächtigen. Aber nicht uin dies zu beweisen, sondern eines Sicili scheu. Juden ausführlicher zu gedenken, der ihm Codices lieh, erwähnen wir einen Brief desselben, den er an seinen Ressen am 30. Mai 1492 schreibt: „inciüenint in manus mcas libri qnidam Ilebraiei, in quibus jam perpetuain hcbdomatcm assitluus fui dies el noclcs, ita nt pene me exoculaverint. Es! cnim hinc ad XX dies disccssurus, qui luic libros atinlit, Siculus qnidam Judaeus. Quarc dum me ab illis exli'icavcrim, nc litcram qnidcm a me exspccles, ncqne emm possum momcnlnm ab iilis discrederc, no forle illi disccdant, priusquam ego eos omncs cxcnsscrim.u cf. .Toann. Rici Mirandulac epp. cd. CcIJaritis Cizac 1684. 8. p. 45. Wahrscheinlich dieselbe Notiz, deren Zunz (zur Geschichte, 522) Erwähnung thut. 3) Diese Lesart ist früheren Schriftstellern eigenthümlich und der orientalischen Bezeichnung nachgebildet, cf. Paul Lucas Reise in die Levante 1. 150 etc.