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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1851-10-01 · Heft 1 (Oktober 1851) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 1 (Oktober 1851)
Article
Einleitendes
Date
1851-10-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Einleitendes. 3 rer?« Provinzen werden gebracht werden; diese aber mit der Selbstständigkeit und Ausführlichkeit wie ste dem Gegenstände ziemt, da hier Persönlichkeiten vermieden und nur die Zustände, gleichsam das Abstracto, festgehalten werden können, in ihnen aber der eigentliche Nutzen und die Belehrung für die Gegenwart liegt. Dieses die Aufgabe der Zeitschrift nach einem ihrer Theile, dem geschichtlichen. Aber das Judenthum hat nicht nur seine Lebensfähigkeit in dem Ertragen und Ausharren erprobt; es weiß nicht nur von Erdulden sondern auch von rüstiger, geistiger Thätigkeit zu erzählen, von Schöpfungen des Ties- und Scharfsinnes, von Geburten einer Erhebung über äußere Zustände, denen man nicht Bewunderung versagen kann. Auf diesem Gebiete entwickelt sich die eigentliche Geschichte des Judenthumes, seine Literaturgegeschichte; die Thätigkeit fallt zwar hier mit der Religion zusammen, denn auf religiösem Gebiete wurde zumeist gedacht und geforscht: aber wie mächtig ist die Religion, die die Kraft des Denkens und Forschens bei den größten Widerwärtigkeiten aufrecht hielt, dem Geiste trotz der dichten äußern Finsterniß eine erstaunenerregende Klarheit bewahrte, eine Ungetrübtheit und Schärfe, die sich an den tiefsten Spccnlativucn übt und daran ihre Freud« findet! Das Streben und Ringen nach Wissen, daß überhaupt noch Empfänglichkeit dafür blieb, eine gewisse Frische nie ausging, legt Zeug »iß für den Werth des Judenthums ab, nnd erhebend ist die Erscheinung, daß die Leiden auch in ihrem Cnlminationspunkte nicht zu einer Theosophie, zu einem dumpfen, kopshängenden Hinbrüten leiteten, sondern der Geist stets wach nnd rege blieb nnd durch Lebendiges gestärkt sich selbst lebendig erhielt. Diese Nachwirkungen machen sich noch heute beim Juden in den verschiedensten Kreisen des Wissens bemerklich; und das Judenthum hat es von jeher ausgesprochen, daß es seinen wesentlichsten Anhaltspunkt in der religiösen Forschung, in der auf religiösem Gebiete sich entfaltenden Geistesthätigkeit finde. Wissenschaft des Jndenthums ist sein mächtiger Hebel, ohne ste kein Judenthnm: es verfällt, so die Liebe zu seiner Wissenschaft sich verliert. Daher die andere Ausgabe: die Hebung der Wissenschaft des Judenthumes. Die Hebung: eine Zeitschrift kann nur Materialien bringen, kann nur anregen zum Anbaue dieses großen Gebietes. Daß viel zu leisten sei, ist Jedermann bekannt; daß geleistet werden könne, daß Judenthum und Wissenschaftlichkeit sich nicht einander feindlich gegenüberftehen nnd jenes diese nicht zu scheuen brauche, haben neuere gelehrte Arbeiten zur Genüge dargethan. Aber

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