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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1915-01-01 · Heft 5 · p. Seite 263

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
59 (1915)
Issue
Heft 5
Article
Der Tierkreis in der Tradition und im Synagogenritus
Date
1915-01-01
Page
Seite 263 (sequence 23)
Language
German
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Der Tierkreis in der Tradition und im Synagogenritus. 268 Die Sangen mögen nicht versengen, durch Hitze nicht verdorren; nicht möge frostiger Tau sie entkörnen, die Saaten im Tebet und Schebat. Die Dich rufen bestimme zum Guten, ihnen des Herzens Krümme zu nehmen; Tau schütze Getreide vor Fäulnis, daß sicher und ruhig sei die Quelle Jakobs. Die Bosheit der Eimertropfen gleichen Völker laß weichen doch von mir, schöpfe reichen Tau für mich, um mich zu laben wie die Böcklein von dem Eimer (גדי, דלי). Glühende Funken vom Feuer des Nachtschattenstrauchs mögen zermürben im tiefsten Höllendunkel ihre Gestalten; Tau aber schwebe über dieser Nation in Güte, und Wolken träufeln Tau in Gerechtigkeit. Mache reich meine Vorratskammer, der Du in Heiligkeit herrlich wohnst; Tau schmücke die Pflanzen, die sich entfalten im Adar. Mehre den Ertrag des Jahres, wie reich ist der Markt am Tore der Fische (דגים). Tau lasse wurzeln die im Erdreich schlummernden Keime, daß sie blühen wie die Rose im Tau. Um Regen Von diesem Gedicht gebe ich nur diejenigen Strophen, in denen die Tierkreiszeichen erwähnt sind. Es ist genau so gebaut, wie das Taugebet; je zwei Strophen Bitte um Regen (Tau) für je einen Monat; eine Strophe enthält das Tierkreiszeichen. »In Gottes Hand ist der Schlüssel; ohne ihn kann niemand öffnen; Wasser läßt er in der Tiefe sprudeln, den Gurt der Kinder des Gebundenen (Isak) zu lösen. Bei der Prüfung goß er sein Herz wie Wasser aus; seine Lämmer mögen leben bleiben immer. »Das im Anfang auserwählte Volk, begnade immer; Wasser möge Korn und Most mehren auf den Feldern der Erstgeborenen; die Fluren grünen, Ochs und Mastvieh gedeihen.

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