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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 15 · p. Seite 702

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 15
Article
Ein Brief R. Benjamin Cohen Vitali's in Reggio an R. Josua Heschel in Wilna aus dem jahre 1691
Date
1897-01-01
Page
Seite 702 (sequence 3)
Language
German
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702 Kin Brief K. Benjamin Cohen Vitalis in fteggio. Mann und gefrierter Lehrer noch nicht aufhürte, den Meister׳; in Mantua in allen Fragen der Gehcimlehre, über jede tragliehe Einzelheit in dem esoterischen Ticfsiun der Gebete und ihrer von \l. Isaac Lurja sieh hersehreibendeii Allcgorese wie ein Orakel zu betragen 1). Dieser freigewühlten und liebevollen Abhängigkeit von Zacut dankt Benjamin Cohen auch seine Stellung in der Geschichte der jüdischen Dichtung, die ihm als einem denkwürdigen Mittelglied(? zwischen Mose Zacut und Mose Chajjim Luzzatto noch gerecht zu werden hat. Von entschiedener poetischer Begabung und einer Beherrschung des Hebräischen, die ihn die alt»' Spracheder Propheten und Psalmendiohte!• mit fast spielender Leichtigkeit handhaben lehrt, hat er von seinem in allem Künsten der Poetik und Metrik heimischen Meist»‘!* neben der Uebcrlie-ferung der Geheimlehre auch di(‘ Schönheit seines noch nicht von der Manier und Manierirtheit seiner späteren Fertigkeit verkünstelten dichterischen Stiles übernommen. Die Kabbala glüht in seinen Versen, ohne zu lohen und zu qualmen, der freie Erguss der Seel»‘ hat alle Schlacken, jeden fremdartigen Zusatz ausgestossen: der dichterische Gehalt seiner Verse kann mit den Poeten Spaniens wetteifern. Wie Zacut jeden Tag der Woehe mit seinen Liedern verherrlicht hat2;, die gleich den Hervorbringungen der besten Muster in Keim und Metrum, in Alphahetreihen und Akrostichen glänzen, so hat auch Benjamin Cohen in solchen poetischen .Ausschmückungen des tagliehen Gebetes mit dem Meister nachstrebendem Fluge sich versucht und an der edlen Einfalt seiner Dichtungen kein»; Einbusse gelitten, ob er auch, vom Geist der Kabbala erfüllt, selbst in das Erbstück aus der Schule der Araber, in seine Aletra, den Tiefsinn jener Lehre hineingeheimnisst. Jesaja Bassano, בגימן כהן גרו אשר העתיקם וקבלש מסדור של החנם ד,בורר ישר ונאמן המק ו" האיקי כבו״הדד משה זכור. גרו אשר באו לידו מסדור המקובל הגדול הרב יעקב צמח 1ל איש ירושלים חובבא והוא העתיק רובם מסדור הנורא של בוציגא דגהורא עטרת ראשיגו הוא הרד חיים וימאר זרהה lautet der Titel dieses iri meinem Besitze befindlichen Siddar (cod. Mortara 1), den 1683 Samuel David Ottolenghi geschrieben, von dein auch wohl die Titelumrahmung, die Zeichnung eines Portales, herrührt״ נ) Der Briefwechsel zwischen Lehrer und Schiilei ist neben den gedruckten Zeugnissen in אגדות רמ״ז aus zahlreichen Handschriften noch herzustellen. *) VgL הן הול חדש (Amsterdam 1712), handschriftlich in dem Siddur Ottolenghis zum Theil erhalten und dem eigentlichen Gebetbuche vorangehend.

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