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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 15 · p. Seite 680

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 15
Article
Die Organisation der jüdischen Ortsgemeinden in der talmudischen Zeit
Date
1897-01-01
Page
Seite 680 (sequence 8)
Language
German
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680 Die Organisation der jüdischen Oitsgomeinden. ist es auch erklärlich, wennsR. Jose rs als sehnlichsten Wunsch ausspriclit■, Almosenerheber, aber nicht Ahnnscnverteilcr zu sein 1). — Die Armenplleger wnr(1n wegen der Uneigenniitzigkeit ihrer Bestrebungen sehr geehrt. Ihr Amt ging oft erblich in einer Familie vom' Vater aut‘ den Sohn über־). Ihr Stammbaum galt als imtastbar rein, weshalb ein Priester ohne Nachforschung nach der Reinheit der Herkunft eine Tochter aus einer solchen Ahnosenpileger-Familie heiraten durfte'*). Die AnnenpHoger mussten auch den geringsten Schein irgend welcher Unehrliehkeit meiden 1). Sie durften die Annengelder nur zu den Zwecken verwenden, zu welchen sic von den Spendern bestimmt worden waren5). Die Zwecke, zu welchen ,,gesammelt״ wurde, waren von verschiedenster Art8). Doch gab es zwei konstante Annenkassen: •קיפד und .הגיחיי קרסר., Biiehsc, Behälter“). Diese Kasse war bestimmt, die ortsansässigen8) Annen mit Speise und Kleidung0) zu versorgen. Die Kasse kam allwöchentlich einmal zur Vortheilung, weshalb auch nur einmal für sie Beiträge erhoben wurden111); beides geschah am Freitag, die Annen bekamen dann Unterstützung für die ganze kommende Woche11). הגיה ר י, Schüssel 1־). Diese Kasse war für die durchziehenden 1:!) Arnum be- J) Schabbath 118 b .יהא ד»־1 קי מגבאי צדקה ודא ממחדקי צדקה ע) Kidduschin IV 5; 76 b. ף Das. auch die Tochter eines Armenpllegers als Frau zu bekommen, galt überhaupt als orstrebenswerthes Ziel Pessachim 40b. ‘) Baba b. 8b; Taanith 24a Mitte; Tos. Pea 8. 24, Z. 6 7• B. mez. 38a unten; Pessachim 13a. ■'•) Tos. S. 222, Z. 1—3; B. Meg. 78b, 106b; B. bathra 8b. *\ 8. f. Seite. ז) So genannt, weil die Annengelder in. eine ״Büchse4* gelegt wurden ף Baba b. 8 b: Tos. Pea S. 23 Z. 21; Jer. Pea VJ1I 6 (21a). °) Baba b. 9 a. ״') Das. 8b: Jer das.; Tos. das. n) Iin Allgemeinen bekamen die Armen Geld für 14 Mahlzeiten, je zwei Mahlzeiten für einen Tag gerechnet; Pea VIII, 7. Schabbath 118a. lt) So genannt, weil ursprünglich die Beitrüge zu dieser Kasse in Speisen bestanden, die in einer Schüasel von den Bürgern abgeholt wurden Pessachim 12 a. 11) Baba bathra 8b; Jer. Pea 21a: Tos. S. 23, Z. 23; den Aussagen der Armen schenkte man im Allgemeinen Glauben, nur wenn sie um Kleidungsstücke baten, prüfte man die Wahrheit ihrer Aussagen.;בודקי לבבות ואין בודק►; דסזוגלת Baba b. 9a; Jer. Pea VIII, 6 (21a); Tos. S. 23, Z. 19/20.

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