Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 14
- Article
- Die hebräischen Frauennamen
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 667 (sequence 1)
- Language
- German
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Die hebräischen Frauen na in 611. 667 von Dr. M. Grunwald. Wilhelm Scherer macht in seiner bekannten Litteraturbeschichte den interessanten Versuch, aus der Wortbedeutung der germaiiisclion Frammuamcn Aufschlüsse über den jeweiligvn Kulturzustand der Deutschen zu holen. Dies legt uns die Frage nahe, in wie weit sieh die hebräischen Frauennanien ,zu ähnlichem Zwecke benützen lassen. Sicht man von den zahlreichen Füllen ab, wo man zwischen der einen und der anderem Deutung schwanken kann, so können wir diese Namen ihrem Sinne nach unter etwa 5 Gesichtspunkten zusammenthssem: 1) Die Nanien deuten zunächst den natürlichen Beruf des Weibes an, so: ״ רחל ,(ו חוריMutterschaf“ (vgl. ätliiop. Bagu und die rom. Oyilii, Ovinii, Oviniani), טרב^(von ״ אפרהה ,(רבבFruchtland“, wenn nicht als 110111. patriot. von Efraim herzuleitcn, .שארד ״schwellend, strotzend״־, womit אזן שארה zu vergleichen ist. Möglicherweise ist auch in den weibl. Eigcnn. ״Regen,״ ״Tau״ u. ä. als Symbol der Fruchtbarkeit aufzufassen, so in ״ שרחüberfliessend״ זלפה ,״träufelnd״, womit nach der Bedeutung zu vgl.: עמק חבכא ,בבא, photi. bei. Levy Siegel 25; בפא pahnyr. in Ba'albek2 *), הטי טל und אביטל (Moed kat. 18 a ist Abitul n. pr. mase.). 2) Die ״Würde der Frauen״ spiegeln wieder: שרה ״Fürstin“, wie ״ חהפנחסcaput seculi“, vgl. Levy in ZDMG 21 S. 156, oder wie רחב (vgl. Ps. 40ö) ״Stolze״ und sab. רחיב 1) Der nächstfolgende Frauemiame dos A. T. הגי bedeutet, nach 1 tili er, Onomast., gemäss dem Arab. ״Mittag“, womit sich Hab. 3;! תימן und (hilator 425 (Hagar ~:Sinai) vergleichen hissen. הגרי, wofür 1. Chr. 1138 wohl הגדי zu lesen, findet sich als Eigenname im Hebr. u. im Nabat., 80 bei Kating Nab. Inschr. F^s ist nach Ptolem. V 102 mit ״Städter“ zu übersetzen (vgl. Sehrader KAT 1 237 u. (lesenins Lex. 11 s. v.) und zu unterscheiden von den ,AypaToi am pers. Meerbusen, die Strabo XVI 7(57 erwähnt, und den Hagaranu am untern Eufrat, von denen KB (:= Keilsehr. Bibi.) II, 11 spricht. 2) Seiden de Dea Syr. 284 setzt .זלפדי ~ Ae/ecp&v Salombo Venu», Qoldziher Mythus 146 übersetzt nach dem Arab. ״die Vorwärtschreitende4‘. Vgl. שגל דלעת bei Lagarde Ges. Abhdl. 17. שגל ist übrigens im Palmyr. Eigenn., vgl. Ps 4510• lieber 8 עלמה. Gesen. Lex. u. Gosen. Jes. I, 287 fg. — S. auch Ascoli mscriz. 20: n. pr. fern. EaßaMc Sabbatia und TatC«.