Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 13
- Article
- Emanuel Porto's Porto astronomico
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 622 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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622 Besprechungen. 7) Aus zwei Seiten und den) Gegenwinkel der einen die dritte Seite oder den Gegenwinkel dieser dritten Seite zu l>ereel111en. I)a1nit sehliesst der zweite Theil. Die beiden folgenden Tlieiie (S. 92—100) sind der Astronomie gewidmet. Ueber diese soll ein andermal berichtet werden. . Frankfurt a. M., Sept 1897. iHfilWÜ Aspects of Judaism being־ Eighteen Sermons bv ist־, Abrahams and Claude G. Moutofiore. 2d edition, London and New-York. Mucmillan A׳ Co.. 18(JA. 21)0 88. 8. Kino Sammlung von Predigten in zweiter Aullage ist für uns deut- ־-che Juden nahezu unerhört. Noch unerhörter, wenn man in der Vorrede liest, •lass die Prediger Laien sind, die nur gelegentlich das Wort auf der Kanzel ergreifen. Indessen ist die Lösung des Rätsels leicht für den, der die Namen der Autoren kennt. Es sind die verdienten Herausgeber der Jewish Quarterly Review, die in diesen Reden vor das grössere Publikum treten. Ihr Name hat nicht bloss in England einen guten Klang, und es dürfte ihnen nicht schwel־ gefallen sein, das Ohr des Publikums zu gewinnen. Leider lernen wir nur gelegentlich aus der einen oder andern Predigt dtvs Publikum kennen, an das sie ursprünglich gerichtet• sind. Und doch gehört auch dieser Factor zu einem abschliessenden Urteil über eine Predigt: das Ubi, wie schon der bekannte Ausspruch des berühmtesten Redners aus dem Römischen Altertum bezeugt. Einige dieser Reden sind offenbar in der Synagoge von Cambridge gehalten, beiläufig: einer Andacht.sstätte,derengleichen hei uns in Deutschland sieh schwerlich findet. Ihr wesentliches Publikum sind jüdische Studenten, nicht etwa jüdischer Theologie, sondern aus sämmtliehen Fakultäten, die ihre Sabbat- und Feiertagsandachten hier in althergebrachter Weise verrichten, Vorbeter und Vorleser sind jüdische Studenten, und zwar gegenwärtig — ich wiederhole es — Niehttheologon. Wahrlieh, man muss in Dichters T>ande gehen, um den Dichter zu verstehen: manches von der Geringschätzung, weiche deutsches Judenthum bei Nichtjuden erfährt, erklärt man sich leichter, wenn man sieht, wie sehr der englische Jude durch Selbstachtung sich der Achtung würdig erhält, deren er sich bei seinen nichtjüdischen Mitbürgern erfreut. Das höhere geistige Niveau dieses Cambridger Publikums, seine grössere Empfänglichkeit für metaphysische Fragen erklärt uns wohl besonders die Wahl der mehr philosophischen Themata Mr. Montefiores, die einem weniger gebildeten Publikum oft zu hoch sein dürften. Ich will damit nicht gesagt haben, dass Mr. M. nicht populär zu schreiben versteht; ein Blick gleich in die erste seiner Reden — über die \UIgegen wart Gottes — im Anschluss an Psalm 7—10 würde uns eines bessern belehren. M1*. Montefioro zeigt einen freien Blick, Begeisterung für eine höhere Auffassung von Judenthum und Religion, hier und da soweit gehend, dass man eine gewisse Unter- Schätzung des Wertes der äusseren Fo;*m heraushört, ja dass man manch«