Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 13
- Article
- Erklärung einer Mischnastelle
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 588 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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588 Die Organisation der jüdischen Ortsge me indem. uns nicht wünschen. — Im Babli wird gefragt, ob die Weisen gegen beide Lehren H. Dosa’s opponiren oder gegen eine l * 3) d. ln 01) sie. פלוק לצדדין nur dann verbieten, wenn eine גריפה vorhergehen muss, oder ob sie auch in einem Falle, wo גריפה nicht nnthig ist. das פלייק לצדדין von Flitterresten verpnnen. Darauf wird geantwortet durch die Anführung der oben erwähnten Baraita: ,,Sowohl in dem (‘inen Fall wie in dom anderen ־) darf man es [d. h. das vom .MAstochsen verschmäht(‘) nicht zur Seite schieben“. Welcher von den beiden obengenannten Gründen (פד פול מוקצה und ה״פוואת גומות) für die ״Weise11u der Baraita und des inhaltlich ganz gleichen Toseftastiiekes ent־־ scheidend ist, interessirt uns in dieser Verbindung nicht־‘*). Wir begnügen uns damit, nachgewiesen zu haben, dass auch Baraita und Tosefta, die früher, ob man nun Basehi oder K. Ghananel beipfiiehtete, nicht ■gut zur Mischmi passten, jetzt mit unserer Jlischnaauslegung vortreliiich übereinstimmen. von Dr. M. Weinberg. Einleitung. Um den Beginn der jetzigen Zeitrechnung befanden sich überall in den (lern Weltverkehr zugänglichen Ländern jüdisehe Ansiedlungen, die sieh in. (hm verschiedensten Arten zu Syuagogen-Gemeinden vereinigten4). So bestand in Alexarnlria eine sehr grosse Gemeinde mit eigentliümlieher Orga- 80 (׳ in der Münch euer 11s. אהרוייהו מיפלגי או אהרא מיפלגי• Unsere gewöhnliche Lesiirt ist eine Verquickung des Ursprünglichen mit der Alfasi’s. S. Dilcd. Sofrim zur Stelle. ף Zu אהד — אוזר s• Tosafoth pesaehim 85a ד״ה אחר• 3) David Lurja 1. c. will eine Differenz zwischen Jeruschalmi und Babli statuiren; vermuthlich mit Recht.. Vgl. auch npYl מעשה xu H. Sahh. XXVI, 1U. — Für Maimonides sei noch bemerkt, dass er im Misclmacommeiitar ףעי falsch auslegen musste, weil er damals ךאי vor sieh hatte (s. meine Note K. d. e. j. XXI, 27U). In M. Th. a. a. 0. scheint er sich die ChananePscho Erklärung angeeignet zu haben. Jedenfalls fasst ihn ja das oben angeführte Commentarfragment so auf. 4) Josephns antt. XIV, 72.