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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 13 · p. 577

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 13
Article
Assyriologische Studien
Date
1897-01-01
Page
577 (sequence 1)
Language
German
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Assyriologisclie Stadien von Dr. Feuchtwan g. III. Die Chabiri. Zu Tell-ol-Amarna in Aegypten wurden im Jahre 1887 mehrere hundert Thontafeln gefunden, Briefe in Keilschrift und zumeist in assyrischer Sprache geschrieben. Sie stammen aus der Zeit um 1400 v. d. g. Z., aus der Regierungszeit Arnenophis III.. und IV. Di(' Briete sind von babylonischen, assyrischen und sonstigen vorderasiatischen Königen nach Aegypten an den Hof gerichtet. Der Fund brachte ungeahnte Aufschlüsse über vorderasiatische Zustande aus einer Zeit, über die wir sonst nur schwach berichtet sind. Das heutige el-Amarna, wo der grosse Fund gemacht• wurde, ist von den Trümmern einer einstmals grossen Stadt erfüllt, der vom Amenophis IV. errichteten Residenz (Jhut-aten, die nach ihm, der seinen Namen geändert hatte, benannt wurde. Er war nämlich ein gewaltiger Reformator und führte unter schweren Kämpfen gegen die Ainmonspriester den Sonnendienst ein; deshalb nannte er sieh (,Im-on-aten (Abglanz der Sonne) und die neuerbaute Hauptstadt (’hut-aten (Sonnen-Horizont). Sie wurde nach . seiner zwölfjährigen .Regierung (um 1370) von den Bekennen] Ammons zerstört. Das Staatsarchiv von Theben, der ehemaligen Residenz, hatte Amenophis IV. bei der Verlegung des Ilerrschersitzes nach Amarna mitgenommen, und diesem Umstande haben wir den kostbaren Fund zu danken,■ der nun in den Museen zu Berlin, London und Bulak und zum■ geringsten Theile in privatem Besitze sieh betindet. Den• Berliner Assyriologo Hugo Winckler hat den grössten Theil des Fundes im Original-Keilschrifttexte und nun auch im V. Bande der Sehrader sehen Keilinschriftliehen Bibliothek, über den eine ausführliche Besprechung in dieser Zeitschrift folgen wird, in Transscription und Uebersetzung veröffentlicht. Uns interessirt an dieser Stelle die Thatsachc, dass verschiedene Städte Palästinas wie; Tyrus, Sidon, Beirut, Akko, Askalon, Gaza und vor allen Jerusalem, das schon im fünfzehnten vorchristlichen Jahrhundert den Namen ״Urusalim“ ירושלים führt, in dem Funde entdeckt worden Monatsschrift, 41. Jahrgang. 37

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