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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-11-01 · Heft 14 (November 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 14 (November 1852)
Article
Die vier in's Paradies eingedrungenen Mischna-Lehrer
Date
1852-11-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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556 Wissenschaftliche Aufsätze. Ach er hieb (im Garten Gottes) Pflanzen um, Nabbi Akiba ging glücklich hinein und kam glücklich heraus. Es fragt sich nun, wie diese kabbalistischklingende Erzählung aufzufassen sei. Etwa als Warnung gegen Versteigen in höhere Regionen? (Sir. 3, 20 ff. Chag. 13 a). Dem scheint der Bericht von 9L Akiba's glücklichem Herauskommen zu widersprechen. Besonders fraglich ist die Angabe von Ben-Asai's Ende, nämlich: er schaute und starb (הציץ ומת); welches Todes? wird nicht gesagt. Der schlichte Worlsinn läßt freilich nur einen natürlichen Tod denken, der jedoch eine Folge jenes kühnen Blickes gewesen sein sollte. Anderweitig aber erfahren wir, daß Ben-Asai eines gewaltsamen Todes gestorben, daß er Einer der zehn Märtyrer (עשרה הרו;ו מלכות) gewesen. Fassen wir die betreffenden Relationen, die unseres Wissens n^ch von keinem Historiker berührt, geschweige denn beleuchtet worden sind, näher in's Auge. Im Midrasch Echa, zum Verse 'כלע ה heißt es, wie folgt: ״Der Herr warf schonungslos nieder alle Zierden Jakob's (בל—נאותיו של יער,כ), nämlich: N. Jsmaöl, R. Gamaliül, R. I e sch e b ab, 9t. I e hud a b cn B ab a, 9t. Chu zpit h a- M etur g em a n, N. Zehn da ba-Nachtom, N. Chananja ben Teradjon, R. Akiba, Ben-Asai, und 9t. Tarfon. Andere setzen an die Stelle des N. Tarfon den N. El e a s a r C h a r se m — So weit der Midrasch. Was 9t. Gamaliel betrifft, so nnterliegt es keinem Zweifel, daß 9t. Simon ben Gamaliel zu lesen ist. Diese Emendation dringt sich sogar hier und da in der Mi sch na auf. Besonders schlagend aber ist die Stelle im Midrasch ibid., wo רבן גמליאל vom Einrü cf en d er h adriani seh en Truppen in Betb ar erzählt. Bedarf es erst eines Beweises, daß da רכן שמעון כן גמליאל zu lesen sei? Zum Uebcrfluß wollen wir noch ans j. Ta'anit 4, 5 Hinweisen, wo dieselbe Nachricht mitgelheilll wird, aber im Namen des 1רבן שמעו[ ב״ג) Für N. Tarfon bringt der Midrasch selbst eine richtigere Lesart. Zwar hätte man שמוע p ד א ל עור m warten sollen, doch wird man jedenfalls an dem Vornamen ה אלעור festhalten muffen. Uns ist es indessen zunächst nur um Ben-Asai zu thun, dessen Mär- Lyrerthum, wie wir bald sehen werden, von allen einschlagenden Relationen bestätigt wird. Eine zweite Relation in Betreff der zehn Märtyrer findet sich im Midrasch Thehillim (Cap. 9); sie lautet ...... ״auch wird Gott das Blut der Gerechten nicht vergessen, die getödtet worden 1) Hinsichtlich des Schlusses: ומכולם לא נשתייר אלא אני vergleiche man noch B. Kama 33«. Sota 49 b. —

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