Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 14 (November 1852)
- Article
- Galerie jüdischer Reisebeschreiber
- Date
- 1852-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Galerie jüdischer Neisebeschreiber. 541 sehen zu lassen. Der Patriarch ließ hierauf den Eingang schließen, und er ist bis auf den heutigen Tag nicht zu finden. Diesen ganzen Hergang, sagt 23., erzählte mir R. Abraham der Fromme 0). Von Jerusalem aus ging B. nach Bet Lechem Jehuda; und wir hoffen der Leser wird ihn gern auf seiner weitern Reise begleiten, die von jetzt au noch mehr an Interesse gewinnt. Driefe aus Delgien» HI. Die vorigen Briese besprachen die an Urkunden und Menschlichkeit arme Zeit des Mittelalters, und die kaum in schwacher Morgenröthe hervorbrechenden Uranfänge der Niederlassung der Juden in Belgien. Unser Bericht konnte nur mühsam eine geschichtliche Basis finden, Sagen und einige zweifelhafte Monumente gaben die Unterlage. Um desto lichter wird es in den in den folgenden Briefen zu besprechenden Perioden: den Holländisch-Belgischen und Belgischen. Wir werden heute bei dem Zeitabschnitte der holländisch-belgischen Herrschaft, als dem eigentlichen Schwerpunkte der Geschichte der Juden in Belgien verbleiben. Bekanntlich fand die Errichtung des neuen Königreiches der Niederlande unter dem Scepter Wilhelm I. von Oranien, im strengsten Sinne erst nach der Schlacht von Waterloo, im Juni 1815, statt, und die ganze Frist während welcher der souveraine Fürst von Holland dies Land als Generalgouverneur im Namen der alliirten Mächte bis zum Abschluß der Wiener Congreß-Acte beherrschte, kann blos als eine Uebergangsperiode betrachtet werden. Der Zustand Belgiens hinsichtlich seiner jüdischen Bevölkerung erlitt während dieser Periode eine der bedeutendsten Veränderungen. Eine große Anzahl, meist aber nur einzelne Personen ohne Familien, strömte aus den Nheingegenden und aus Holland nach Belgien; von den bereits ansässigen, mehrentheils von französischer Abkunst, gingen hingegen viele weg. Die neuen Ankömmlinge beabsichtigten anfänglich nur Lieserungsgeschäfte mit den alliirten Truppen zu 6) Wir geben diese Sage wie sie B. hat. Es liegt ihr wenn man das Wunderbare abziehet eine Thatsache zu Grunde, die ihre Bestätigung darin findet, daß man noch heutigen Tages unterirdische Gänge und Höhlen um Jerusalem wahrninunt, in die sich selten ein dortiger Bewohner hineinwagt und über die ebenfalls viele Sagen cursiren. Vgl. Schwarz 218 und sonst. — lieber die Gräber Davids vgl. das. S. 230, vgl. anch S. 212 über die Kbnigögräber, die dieser Autor von den Gräbern Davids unterscheidet und an eine andere Stelle verseht. 41*