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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-11-01 · Heft 14 (November 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 14 (November 1852)
Article
Galerie jüdischer Reisebeschreiber
Date
1852-11-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Galerie jüdischer Neisebeschreiber. 533 bis auf die Gegenwart herabreichendm Secten der Sunniten und der Schiiten. Die Schii (die Perser), unterscheiden sich durch Nichtannahme der £vabitiou von den Sunniten (den Türken): aber ein fast noch vorzüglicherer Differenzpuukt ist, daß die Schii den Schwiegersohn Mahomeds, Ali, sowie dessen Nachkommen, als die einzigen rechtmäßigen Nachsolger des Propheten oder Jmame anerkennen, und die anderen Kalifen verwerfen. Die Ismailiten lehrten, daß sieben rechtmäßige Jmame gewesen seien, der letzte war Ismail (Sohn des Dschafi Sadik), nach dem sich die Ismailiten nennen. Hierauf habe die Reihenfolge aufgehört, aber der rechte Imam werde wieder auferstehen und sein Recht ans das Kalifat behaupten. Diese schon in sich den Keim der Mystik tragende Lehre wurde im neunten Jahrh. durch den Perser Abdallah, Sohn Maimuns, zum Verderben der Völker weiter ansgebildet. Abdallahs Ziel ging dahin, alle Handjungen als gleichgültig darznstellen: es gebe weder hier noch dort Belohnung oder Strafe, war der Endpunkt seiner, Religion und Moral untergrabenden Lehre. Aber eilt solches Dogma konnte nicht öffentlich ausgesprochen werden; es mußte Geheimlehre bleiben, zu der die Adepten durch sieben Grade vorbereitet wurden, erst wenn sie den siebenten Grad erreicht, lernten sie den eigentlichen Kern erkennen. Abdallah sandte Dai oder Emissäre aus, die die Lehre verbreiten sollten, unter bicfcn war der berühmteste Hossein von AhwaS, der Wort und Gebot des Korans für Allegorien erklärte, die der Auslegung bedürfen, ohne die der Koran weder Bedentnng noch Gehalt habe: denn die Religion bestehe nicht im Aeußern (Sahir), sondern im Junen! (Batin),in dem tiefern dem Worte zu Grunde liegenden geheimen Sinn, der durch die Auslegung der Allegorien gesunden wird. Hossein nannte sieh Karmat, und wurden Anführer der nach ihm genannten Partei der Karmatiten, die offen Aufruhr und Gewaltthat predigten und Persien und Arabien mit Strömen Blutes überschwemmten. Die Flamme wurde erst nach großer Anstrengung der Abbasidischen, zu Bagdad restdirenden Kalifen im zehnten Jadrh. gedampft: doch ein Abdallah, ein angeblicher Nachkömmling Ismails entkam, und es gelang ihm sich aus den Thron Egyptens zu setzen, wo er der Stifter der Fatimidischen Kalifen wurde. Die Lehre der Ismailiten gewann nun Geltung und Ansehen in Kahira, dort wurde eine Loge oder Akademie mit sieben Graden errichtet. — Mit einem ismailitischen Dai machte Hassan b. Sabah, als er sich vor Nisamolmulk flüchten mußte, Bekanntschaff; er ging hieraus nach Kahira und wurde dort ganz in die Geheimnisse der Lehre eingeweiht. Hier kam er aber auch durch

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