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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-10-01 · Heft 13 (Oktober 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 13 (Oktober 1852)
Article
Die talmudische Chronologie und Topographie
Date
1852-10-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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518 Wissenschaftliche Nussatze. Gabiha, Nafrem und 9t. Nechumai hat das 10ת״ gar nicht,.Scherira muß sie demnach anderswoher haben. Mar b. Aschig Tod setzen beide 468) —׳חשע״ט). Ueber den Beginn der Verfolgung des Phiruz herrscht eine Differenz von Einem Jahre; 0ת״ו M. V. setzt die Hinrichtung des Exilarchen Huna b. Mar Sutra und die Uebcrantwortung der Juden im Jahr תשפ״ב, S. 470) תשפ״א). (Das Seder-Olam- Suta notirt den gewaltsamen Tod des Exilarchen und die Unterbrechung dieser Würde um 13 oder 14 Jahr später mit den Worten: 'בשנת ך 416) מאות ושש עשרה לחרבן חבית קם עלמא בלא מלכא nach der Zerstörung ist 484). Die Stelle steht aber am Unrechten Platze. — Mit dem Tode Naba Tusfaa^s lassen beide Quellen eine Steigerung der Phiruzischen Verfolgung eintreten, das Datum setzt S. G. תשפ״ה, S. S. תשפ״א (ein Mißgriff) M. V. תשפ״ה, endlich סת״ו L. gar חשע״ח. Die Zahl תשפ״ה scheint die richtige zu sein. Das Todesjahr des Phiruz hat Scherira gar nicht, םת״ו setzt es ins Jahr תשצ״ג, da es aber bekannt ist, daß Phiruz im Jahr 488 starb, so muß es dafür heißen תשצ״ם. Das letzte Datum der talmudischen Chronologie ist der Tod des jüngern Nabina und hierdurch der Endabschluß des Talmuds übereinstimmend 500) תתי״א). Das mühsame Durchwinden durch den chronologischen Urwald der dreihundertjährigen babylonisch-talmudischen Geschichte hat uns, wie ich glaube, mit der Entdeckung eines bequemen Pfades belohnt, der uns künftighin der Sorge überhcbt, sich ins Endlose zu verlieren. Zwei Chroniken, die auf den ersten Blick mit einander in Widerspruch stehen, harmoniren bis aus unbedeutende Differenzen, unterstützen sich gegenseitig und ergänzen wechselweise ihre Lücken. Es hat sich uns ein Kriterium ergeben, die tauglichen Lcsearten von den falschen zu sondern. Die talmudische Chronologie dürste, in soweit sie das babplonisch-jüdisehe Geschichtsleben betrifft, ganz und gar als gesichert zu betrachten sein, und diese Evidenz der Data kann für das massenhafte Detail eben dieser Geschichtsperiode von bedeutendem Nutzen sein. Es ist hierbei nur zu bedauern, daß wir für die 130jährige tauartische Geschichte, und für die judäisch-amoräische Epoche nicht eben so sichere Haltpunkte haben. Denn für die Tanaitenepoche ist nicht ein einz ig es Datum angemerkt; die Hadriauische Katastrophe und noch einige andere Andeutungen geben ungefähre Nichtnngspunkte für die Chronologie. Für die judäische Amorazeit besitzen wir nur zwei sichere -Data: das Todesjahr N. Jochanans 276) תק״ץ) und Hillells Kaleudereinführung ))"359) תר). Indessen verleiht -ihr die Chronologie der babylonischen Amora bedeutenden Vorschub. Eine übersichtliche chronologische Tafel über die in Obigem ermitleiten Data dürste um so weniger überflüssig crsch.ünen, als die Kennt-

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