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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 6 · p. Seite 427

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1938-01-01
Page
Seite 427 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen 427 Gottes und seine Beziehung zum Menschen. 2. Seine Liebe zu Israel. 3. Wesen des Menschen und Gottes Gnade. 4. Israels Liebe zu Gott. 5. Das Gesetz. 6. Lernen, Tun, Gutsein. 7. Die Gebote, zumal der Sabbat. 8. Belohnung, Verdienst, Versöhnung. 9. Gottes Gnade und Gericht, Götzendienst, Märtyrertum. 10. Die Bedeutung der guten Ab« sicht; Liebe, Ehrfurcht, Lob Gottes. 11. Die Lehre von der Neigung zum Bösen; Rechtschaffenheit und Sünde. 12. Menschliche Reue und göttliches Erbarmen. 13. Hoffnung und Glaube; Wunder. 14. Gebet.. 15. Gerechtig״ keit und Redlichkeit. 16. Menschenliebe. 17. Fleiß und Unabhängigkeit; Armut und Reichtum. 18. Gastfreundschaft, Höflichkeit, Freundlichkeit. 19. Mitleid, Vergebung und Liebe. 20. Demut und Stolz. 21. Verschiedene ethische Vorstellungen. 22 ff. Die Familie (Eltern, Frau, Kinder). 25. Askese. 26. Friede. 27. Diesseits und Jenseits. 28. Leiden. 29. Die Heiden. 30. Proselyten. 31. Die zukünftige Welt. — Der Plan des Buches stammt von dem — leider während des Druckes dem Judentum entrissenen — Montefiore; Loewe hat aber nicht nur für die sprachliche Seite die Hauptverant״ wortung' übernommen, zahlreiche Proben und Erläuterungen beigefügt, sondern von seinem Standpunkte aus auch zu Montefiores Bemerkungen Stellung genommen. Dieser spricht auch hier als Führer eines ״Liberalismus“, der über den uns geläufigen an Schärfe der Kritik erheblich hinausgeht. Dies zeigt sich sowohl in der Vorrede, in welcher er sich von zahlreichen talmudischen und auch biblischen Anschauungen sehr deutlich distanziert, als auch in Einzelbemerkungen, welche nicht nur die Proben erläutern, sondern sie auch auf die Gesamtanschauung des Rabbinismus zu beziehen suchen; der Vorwurf der Schönfärberei, welcher sich gegen manche ähnliche Samm« lungen erheben ließe, trifft also hier keineswegs zu, wohl aber die Gefahr einer sehr weitgehenden Subjektivität, zumal im Hinblick darauf, daß das Buch wesentlich für Laien geschrieben ist. Um. dieser Gefahr zu entgehen, hat Montefiore seinem Mitarbeiter Loewe Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben, der sich als ״orthodox, aber nicht als Fundamentalist" bezeichnet; nach deutschen Begriffen ist die Denkweise eines Mannes, der S. 652 die Quellenscheidung in der Thora anerkennt und S. 191 die mündliche Lehre nur als System der rabbinischen Rechtsprechung gelten läßt, einer mittleren Richtung zuzuordnen; aber freilich bestehen zwischen ihm und Montefiore erhebliche Gradunterschiede, deren Geltendmachung durch Loewe dem Nichtjuden Einblick gewährt in die verschiedene Haltung neuzeitlicher Juden zum Rabbinismus. Überdies hat ein nichtjüdischer Geistlicher, Snape, eine gemeinver״ stündliche Abhandlung über das Verhältnis der rabbinischen Ethik zur früh״ kirchlichen beigesteuert. Sehr sorgfältige Register erleichtern die Benutzung des vorzüglich ausgestatteten Werkes, welches, ohne eine Weiterführung der wissenschaftlichen Forschung zu beabsichtigen, dem Fachmann eine Reihe guter Einzelbemerkungen bietet und dem Fernerstehenden zwar nicht

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