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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 6 · p. Seite 422

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 6
Article
Weitere Beiträge zur Geschichte der Pharmazie bei den Juden
Date
1938-01-01
Page
Seite 422 (sequence 6)
Language
German
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422 Besprechungen lernte dort in der Struveschen Apotheke, studierte nachher in Berlin und legte 1849 das Staatsexamen ab, übernahm dann die lehrreiche aber mühselige Defektur in der Berliner Hofapotheke, kaufte 1856 die Apotheke in Grünberg, die er bis 1874 in Besitz hatte und zog, dann auf Anregung des ihm befreundeten Dr. Phoebus nach Giessen, wo er zum Dr. phiL promoviert wurde. Nach seiner Promotion erhielt er die Konzession für die Gründung einer Apotheke und gründete in Frankfurt a. M. die Goethe-Apotheke, die er musterhaft einrichtete, aber schon nach 5 Jahren krankheitshalber verkaufen mußte. Wegen seiner Konzession vielfach angefeindet, zog er nach Dresden, wo er am 3. XII. 1903 starb. Neben zahlreichen kleineren Abhandlungen chemisch-pharmazeutischen Inhalts verfaßte er eine Universalpharmakopoe, ferner die Pharmacopoea Rossica, für die er mit dem St. Annen-Orden I. Kl. belohnt wurde (verbunden mit persönlichem Adel!), außerdem den Artikel ״Mineralwässer"' für Muspratts Chemie, mit Wolf ״Prüfung der Arzneimittel“ und mit Beckurts das ״Handbuch der Phar« mazie“. (Berendes: Das Apothekerwesen. Stuttgart 1907 S212 .׳. — Schelenz: a. a. O., S. 691.) Bibliographie der pharmazeutischen Werke Philipp Phoebus* (vgl. MGWJ 1938, S. 130): ״Spezielle ärztliche Rezeptierkunst“ (1831), ״Handbuch der Arzneiverordnungslehre“ (1842), ״Zur Vereinfachung der Arzneiverordnung“ (1856), ״Deutschlands kryptogamische Giftgewächse“ (1838), ״Die wichtigsten Regeln der Arzneiverordnung“ (1850), ״Über die pharmakodynamischen Äquivalente für die Hauptbestandteile der Mineralwässer“ (1859), ״Die Delondre-Bouchardat’schen Chinarinden“ (1864), ״Beiträge zur Würdigung der heutigen Lebensverhältnisse in der Pharmazie“ (1873). Besprechungen. דר. א. שלית, המשטר הרומאי בארץ ישראל (ספרית לידיעת ארץ ישראל של 887 .החברה העברית לחקירה ארץ ישראל ועתיקותיה ה/ו> ראובן מם, ירושלים ת. ד auch mit dem englischen Titel: A Schalit, Roman Administration in Palestine (library of Palestinology of the Jewish Palestine Exploration Society V/VI, Jerusalem/Palestine. Verlag Rubin Maß, Jerusalem POB 887). Der Verfasser stellt sich die Aufgabe, die rechtlichen und verwaltungstechnischen Probleme anzurpacken und klarzulegen, die sich daraus ergeben, daß Erez Israel allmählich ein Bestandteil des großen römischen Reiches wurde und somit seinen politischen und juristischen Gesetzen unterworfen war. Die historische Grundlage erörtert die Einleitung: Erez Israel, das dem Her ödes anvertraut wurde, E. J., das unter dem Titel Judaea unter die Hoheit der Landpfleger kam, E. J., das einer ordentlichen Proyinzialverwaltung unterlag, zunächst äls pro vincia Judaea und seit 135 als provincia Syria Palaestina. Aus diesem historischen Sachbestande ergibt sich die Behändlung in dem vorliegenden Buche von selbst. Seit 63 vor fühlte E. J. die Hand Roms, ein Bündnis macht die Juden zu socii et amici populi Romani. Als solche sind sie zur Mithilfe bei Kriegen verpflichtet, z,. B. gegen die ,Parther, was — so der Verfasser— für die Anerkennung des Herodes ent-

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