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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 5 · p. Seite 307

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 5
Article
Zur hebräischen Poesie des Mittelalters
Date
1938-01-01
Page
Seite 307 (sequence 2)
Language
German
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Zur hebräischen Poesie des Mittelalters 307 Zulay und A. M. Habermann). Es ist 1930 in Berlin eröffnet, 1934 nach Jerusalem verlegt worden und hat bereits erstaunlieh viel geleistet1 2. Es hat sich u. a. darum bemüht, möglichst viele Handschriften im Original oder in Photographie in seinen Besitz zu bringen und verfügte 1936 in seinem Archiv über 24 000 Blatt, davon 9000 aus der Genisa; durch ihre Yereinigung war es oft möglich, die Zusammengehörigkeit auseinander gerissener Manuskripte zu erkennen. Es hat ferner eine Kartei über die Anfänge aller bekannten erreichbaren hebräisehen Gedichte angelegt und dauernd auf dem Laufenden gehalten — wobei selbstredend Israel Davidsons monumentales ״Ozar Haschira 62 eine nicht hoch genug einzuschätzende Hilfe war, wenn auch das Forschungsinstitut in erster Reihe handschriftliches Material zu registrieren unternommen hat. Die aus der Genisa gewonnenen Kenntnisse haben das in den bekannten Diwanen berühmter Dichter enthaltene Material wesentlich bereichert. Auch andere Funde hatten die gleiche Wirkung, eine von S. Schocken für seine Bibliothek etwa 1928 erworbene Handschrift aus dem Orient hat sich als reiche Fundgrube für völlig unbekannte Dichtungen von sonst gutbekannten Verfassern erwiesen3. Die Veröffentlichungen des Forschungsinstituts zerfallen in drei Reihen4. Die erste beginnt mit Brodys prächtiger Ausgäbe der weltlichen Gedichte des Mosche ibn Esra5. Sie verdient diese Bezeichnung nicht nur wegen der vollendeten äußeren Schönheit, sondern auch wegen der Vollständigkeit ihres Inhalts. Es ist dank der erwähnten Handschrift ge- 1 V.gi. den Tätigkeitsbericht in den ,.,Mitteilungen des Forschungs« instituts für hebräische Dichtung“ Bd. 1 S. XII ff., Bd. 3 (s. dazu Anm. 21) S. VII ff. 2 Den vier Bänden seines großen Werkes hat Davidson jetzt eine Ergänzung folgen lassen ״A new Supplement to the ,Thesaurus of Mediaeval Hebrew Pöetry “ in Hebrew Union College Annual, Bd. 12—13, S. 715—823. 3 Das Manuskript und seine Wanderungen sind von David Yellin in seinem ״Gan“ usw. (weiter Anm. 14) Bd. 1 S. IX ff. beschrieben. * Die erste Reihe ist für die Diwane spanischer Dichter, die zweite für die Mitteilungen, die dritte für andere hebräische Dichtungen bestimmt. משה אבן עזרא שירי החל יד*ל ע״י חיים בראדי ספר ראשון: דיואן שירי אזור * ♦ ברלין, 5 .Vgl. dazu Yellin in Tarbiz VII 319 ff שוקן, תרצ״ה

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