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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 5 · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 5
Article
Das religiöse Problem in der personalistischen Philosophie
Date
1938-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Das religiöse Problem in der personalistiscben Philosophie. (Dem Andenken William Sterns.) Yon Arthur Galliner. Henri Bergson: ״Ich. kann mir sagen, daß das religiöse Gefühl mir nicht der Auflösung verfallen zu sein scheint. Nur das Zusammengesetzte ist auf löshar . ״Seinem Wesen nach ist das religiöse Gefühl etwas Ein« f a c h e s und sui generis, das keiner anderen Seelenbewe« gung ähnelt/' Wenn der Philosoph zum religiösen Problem Stellung nimmt — und es gibt wohl kaum einen von Bedeutung, der es nicht täte — so geschieht es, entweder, um Grenzen zu ziehen zwischen philosophischer Erkenntnis und religiösem Glauben, oder aber, um Religion und Religiosität organisch einzubauen in das System der Philosophie oder aus ihm zu entwickeln, und somit eine ״Philosophische Religion44 zu schaffen, die umsomehr Einfluß gewinnen könnte, je mehr der Einfluß der historischen Religionen zurückgeht. Und noch ein drittes gibt es: die Religion als eine Tatsache hinzunehmen, als ein Objektives philosophisch zu betrachten, religiöse Erfahrung und religiöses Erleben als philosophisches Problem zu fassen. Dies ist — wie aus den vorausgestellten Worten erkennbar — bei Henri Bergson der Fall, dies ist — wenn auch mit dem System enger verknüpft — der Fall in der personalistiscben Philosophie William Sterns. Professor William Stern, der vor wenigen Monaten in Durham (U. S. A.), wo er in den letzten Jahren als Universitätslehrer wirken konnte, gestorben ist, hat als einer der bedeutendsten Vertreter der modernen Psychologie und Pädagogik sich in aller Welt allgemeine Anerkennung erworben: seine Arbeiten über differentielle Psychologie sind grundlegend für dies gesamte Forschungsgebiet geworden und insbesondere ist sein Buch über ״Psychologie der frühen Kindheit44 in Methode und Darstellung epochemachend und vorbildlich für alle derartigen Untersuchungen geblieben. Hat er M0׳nat1s1sch1riit, 82. Jahrgang 19

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