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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1938-01-01 · Heft 4 · p. Seite 288

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
82 (1938)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1938-01-01
Page
Seite 288 (sequence 3)
Language
German
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288 Bücherschau — Zeitschriftenschau Saadja es gekannt und benützt hat. Er hätte sich seine Aufgabe in diesem Punkte bedeutend erleichtern können, wenn er auf meine Theorie von einem ״Ur־Josippon" (MGWJ 77, 58 ff.) eingegangen wäre. Der schwierige Ausdruck פסח המיקר (Anm. 102) ist von mir in befriedigender Weise erklärt worden (Stud. z. byz.«j. Gesch. S. 154). Wichtig und neu ist, was L. (S. 39 ff.), nach dem Vorgänge J. D. Bruzkus’, über den Zusammenhang zwischen den historischen Berichten des ״neuen" Chazarenbriefes und den ״berühmten" Fragmenten des goti« tischen Toparchen beigebracht hat. Aber ich zweifle daran, daß der erste Teil der gereimten Präambel zu Hasdais Brief nichts anders wäre als eine poetische Verherrlichung eben jener historischen Vorgänge (S. 43), das ist des Sieges der Chazaren über ihre Feinde; ich kann in dieser ״Präambel" nichts dergleichen finden. Ich möchte zuletzt auf zwei kleine, aber sinnstörende Druckfehler auf« merksam machen; aus Pinsker 81 .$ ל״ק lies Anm. 2 (nicht 1 bei L. in Anm. 26), ferner (ib. Anm. 53) ובלבד lies (arabisch) ובלד Dorf, Geg'end, wie bei Pinsker richtig steht. Samuel Krauss. Bücherschau. L. Basnizki, Entstehung und Aufbau des jüdischen Kalenders. Frkft., J. Kauffmann, 1938. 42 Seiten. Nach dem Vorwort erhebt das Buch keinen Anspruch darauf, wissenschaftlich gewertet zu werden —mit gutem Grund. Der Verfasser ist offensichtlich kein Fachmann; er zeichnet z. B. den Mond in Quadratur als Sichelmond1 von unmöglicher Gestalt statt als Halbmond (S. 11), bezeichnet Frühlings« und Herbstpunkt fälschlich als Knoten, (S.33), mißversteht wenige Zeilen später den Frühlingspunkt als einen Zeit punkt, oder, auf einem anderen Gebiete, er gibt an, daß Hillel II. aus Gründen der größeren astronomischen Genauigkeit die bis dahin gültige Kalenderbestim« mung durch den festen Kalender ersetzt habe, u. s. w. Trotzdem kann das Buch seiner flüssigen und einfachen Schreibweise wegen sein Ziel erreichen, dem ungelehrten Leser ein ungefähr richtiges Bild des jüdischen Kalenders zu vermitteln. Nothmann. Zeitschriftenschau. Aus Raummangel verzichten wir in Zukunft auf die Aufführung der Besprechungen, mit Ausnahme einiger größerer Auseinandersetzungen. Auf« sätze, die in Fortsetzungen erscheinen, werden nur einmal erwähnt. The Jewish Quarterly Review, XXIX, 1: Solomon Zeitlin, Hanukkä; Henry Snyder German, Milton's Ilse of Hebrew in the De Doctrina Christiana. Jüdische Familienforschung, XIV, 49: Samuele Schärf, Die Familien« namen der Juden in Italien; Otto Neumann, Ein Beitrag zur biblischen Genealogie. Für den Inhalt verantwortlich: Prof. Dir. I. Heinemann in Breslau I, Wallstr. 14 Unberechtigter Nachdruck aus dem Inhalt dieser Zeitschrift ist untersagt. Druck: Druckerei Schatzky, Breslau 1

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