Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 82 (1938)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 210 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2829132-2830031-2830035-2841210--55348-2841296- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Besprechungen sie schichte der Toledöt interessiert, wird ihm warmen Dank sagen für diese ausgezeichnete objektive und wissenschaftliche Untersuchung. M. Gaster. Marcus Wald, Die arabischen Glossen in den Schriften der Geonim (Dissertation Zürich). Oxford 1935. XVI + 84 S. 8°. . Einer Anregung folgend, die ich dem Verf., damals Studenten in Zürich gab, bearbeitete er einen großen Teil der geonäischen Literatur, hat aber seine Sammlung im Jahre 1930 abgeschlossen und konnte die seitdem er״ schienene reiche Literatur aus der Zeit der Gaonen nicht mehr verwerten. Die Nachweise der arabischen Glossen sind unter der Leitung des Prof. J. J. Heß von Wyß entstanden und daher natürlich fehlerfrei. Es sind ihnen sogar einige direkte Mitteilungen aus der unerreichten Sachkenntnis dieser hilfsbereiten Gelehrten beigegeben. Die Arbeit ist gewissenhaft und sorgfältig und verdiente fortgesetzt zu werden, damit das ganze einschlägige Schrifttum ausgeschöpft werde. Besonderes Augenmerk verdienten die arabischen Glossen, welche mit denen der syrischen Glossographen übereinstimmten. I. N. Epstein hat hiefür lehrreiche Beispiele nachgewiesen. Bloße Verweisung auf den syrischen Thesaurus genügt hier nicht. Für das Jüdisch״Aramäische be״ nützt der Verf. fast ausschließlich Dalmans kleines Wörterbuch in erster Auflage. Die zweite Auflage hätte ihm manchen Irrtum erspart. So z. B. Seite 45, wo סכף — Harz gesetzt wird (nach Dalman 302). Die zweite Auf״ läge S. 291 hat den Irrtum gestrichen. Auffallende Druckfehler bietet S. 46, wo in 5 Zeilen aram. Textes 5 Druckfehler stehen. In der Anm. dazu heißt es Tohubohu statt Tesübäl Jer 2320 liest er בח statt ,כד und übersetzt ״die Stärke"! Zu der Auseinandersetzung über אכסלגום und des Periplus (*uXcov öävTaXivo.v möchte ich darauf hin weisen, daß die Frage Flora 2, 434. 3, 490 endgültig erledigt ist. I. Löw. Dr. H. J. Zimmels: Die Marranen in der rabbinischen Literatur. Berlin, Rubin Maß, 1932. 180 S. und hebr. א—יב. In diesem Buche mit dem Untertitel: ״Forschungen und Quellen zur Geschichte und Kulturgeschichte der Anussim" lenkt der Verf. die Aufmerksamkeit auf die Tatsache, daß die mittelalterlichen Sammlungen der rabbinischen Rechtsbescheide (nv׳$) be״ sonders des sefardisch״orientalischen Kulturkreises ihre volle Auswertung noch nicht gefunden haben. Dies gilt zumal für die Erforschung der äußeren, wie der seelischen Schicksale der Zwangstäuflinge und deren Rück״ Wirkung auf die Glaubensgemeinde. Im ״allgemeinen Teil" gibt Verf. einen Überblick über Zwangstaufen von Juden seit den Kreuzzügen bis ins 18. Jahrhundert (S. l—81); er läßt sodann als ״Quellen״׳Anhang" eine große Anzahl einschlägiger Urkunden in Übertragung folgen; ein hebr. Anhang bringt schließlich 2 Responsen von R. Isaac de Lattes aus Cod. hebr. 24 der Nafc״Bibliothek Wien und eine Probe aus den ש״ותז£כי יהודה aus Brit. Mus.