Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 82 (1938)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 204 (sequence 2)
- Language
- German
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204 Besprechungen להלכים (Richter 826), zu dem S. 39 erwähnten bronzenen ״Schreibgriffel“ aus der kanaanischen Zeit (Megiddo) auf שבט סופר des Deboraliedes (ebd. 514) zu verweisen. Die früher als Mazzebot gedeuteten Stelen in Gezer sind in Wirklichkeit Erinnerungsmale der Dynasten der Stadt; Watzinger selbst verweist mit Recht auf das אבשלום T (II Sam 1818). — Die Abbildungen! des Löwen in vorisraelitischer und dann wieder in spätjüdischer Zeit (I 68; II 112) ist wichtig zum Verständnis mancher Bibelstellen, wo der Lowe als Symbol Judas und auch ganz Israels erscheint. — I 116 werden die Amphorenhenkel mit der Inschrift למלך besprochen und die Ansicht ausgesprochen, daß dieses Wort beurkunden soll, daß das Gefäß! das vorgeschriebene Maß besitzt. Dann heißt es: ״So wird sich auch der König- Stempel zunächst auf das Tongefäß beziehen, im Sinne einer Herstellung unter königlichen Kontrolle für die vier Städte, die darin Wein als Abgaben aufzubewahren hatten“. Der Schlußsatz scheint mir überflüssig, und zwar mit Hinblick auf I Chron 423, wo gewisse Familien als Arbeiter in den königlichen Töpfereien genannt werden2. Solche Töpfereien durften aber zu gewisser Zeit nicht nur in den vier Städten bestanden haben, die auf den uns bekannten Krugstempeln genannt sind (Hebron, Siph, Socho und Mamsath), wie denn neuere Funde auch schon den Namen von מצה. d. h. Mozah (Jos 1826 ה^צה im Gebiete Binjamins) auf weisen. — In gleichem Zusammen^* hang liest man weiter (S. 117): ״Das assyrische Wappen auf den Stempeln bestätigt ihre Datierung in die Zeit der Abhängigkeit der letzten Könige von Juda von Assyrien. Aus dem Ende des Reiches Juda, dem Anfang des 6. Jahrh., stammen die letzten israelitischen Amphorenstempel mit dem Namen des Eliakim, Dieners des Jojachin.“ Ich glaube kaum zu irren, diesen Eliakim gerade in der oben verzeichneten Chronikstelle zu finden, wo an der Spitze der Töpferfamilien, V. 22, יזוקים genannt ist, denn ״Jokim“ ist Jehojakim El ja kirn der Krughenkelinschriften. Durch diese Feststellung sind wir nun imstande die Chronikstelle genauer zu datieren, und man erfährt daraus gleichzeitig, daß die königlichen Töpfereien gegen Ende der judäischen Königszeit ihre Arbeiter aus dem südjudäischen Kozeba und aus Bet Lehern erhielten. — II 30 wird gesagt, Xystos — der bekannte Platz in Jerusalem — soll diesen Namen ״wohl nach seinen gedeckten Hallen“ getragen haben. Bekanntlich dachte Schürer an einen Zusammen« hang mit der לשכת ד,גוית. Dies ist nun auch auf Grund der Ansicht Watzingers abzuweisen. — Wenn S. 74 der griechische Name des Ossuars angeführt wird, so wäre auch jener zu nennen, mit dem in der tannaitischen Literatur (außer ארון) der Knochenbehälter genannt wird, nämlich 3 * 5גלוסקמא 2 Auf diesen Zusammenhang wurde schon längst durch Clermont- Ganneau hingewiesen; vgl. auch meine Abhandlung *,מחקרים בפרקי היחס שבם דברי הימים S. 9; zu 422 vgl. ebd. S. 5. 5 Das Wort ist jetzt auch griechisch in einer der Grabinschriften von Bet-Schearim nachzuweisen: p.crp׳a yXoooxojuo xrcs. Vgl. Schwabe im ״Bulletin“ der hebr. Palästinagesellschaft V (1937), S. 93 ff.