Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 82 (1938)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 3)
- Language
- German
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Zeitschriftenschau 143 betender Männer und׳ Frauen sowie ein Abriß der Geschichte des Betens im Judentum steht im Dienst dieser Aufgabe. Aber auch lyrische Ein« lagen, meist aus Dichtungen d'es׳ Verfassers, unterstützen die Wirkung des Buches, das hoffentlich vielen nachdenkenden Menschen die ״Pforten des Gebetes“ wieder öffnen wird. ז Moritz Steinschneider: Bibliographisches Handbuch über die theore״ tische und praktische Literatur für hebräische Sprachkunde. 2. Aufl. nebst ״Zusätze und Berichtigungen“. Jerusalem, Bamberger u. Wahrmann, 1937. Die neue Auflage enthält das Grundwerk vom Jahre 1859 und die später erschienenen, z. T. umfangreichen Ergänzungen Steinschneiders selbst, N. Porges’, A. Freimanns und M. Grunwalds. Alles wird anastatisch verviel״ fältigt vorgelegt; eine wirkliche Neubearbeitung war auch kaum möglich, wollte man die persönliche Note schonen, die St. seinen bibliographischen Veröffentlichungen zu geben vermocht hat und die den besonderen Reiz dieser Veröffentlichungen bilden. Daß ihm besonders aus den letzten Jahr« zehnten seiner Berichtszeit manches verborgen blieb, war bei der Weit״ Schichtigkeit des Stoffes unvermeidlich, und völlig sind die Lücken auch durch die an sich sehr verdienstlichen Ergänzungen nicht beseitigt, da ver״ schiedene im Orient vor 1859 erschienene Schriften nicht verzeichnet sind und auch sonst z. B. aus Zeitlins Bibliotheca Post״Mendelssohniana noch etliches nachgetragen werden könnte. A. Sp. משניות ששה סדרי משגה, מתורגמים ומפורשים הונגרית על ידי שלמה ודר, בהוצאת קרית ספר לוגושהתרצ״ח Die Aufgabe, die Mischna ins Ungarische zu übersetzen und sie zu erläutern, ist aus dem Lehrbetrieb des jüd. Gymnasiums in Budapest erwachsen. Im ersten Band liegen ברכות, פאה, דמאי« כלאים, שביעית vor. In der Einleitung vor jedem Traktat werden die Bibelstellen zu״ sammengestellt, auf welchen die Mischna fußt, und werden die Grund״ begriffe bündig erklärt. Für den Kommentare werden die Talmude, die Mischna״Erklärer von Maimuni bis Bialik, für das Sprachliche die Zeit״ schrift לשוננו, für das Sachliche .השדר, Krauß und vorzüglichst Löws Flora tüchtig verwertet. Zuweilen wird die Traditionsgläubigkeit übertrieben; so z. B. nimmt Widder die תקגות עורא oder die Fiktion, die Samaritaner hätten in tannaitischer Zeit Götzen angebetet, für Geschichte. Doch ist der Kommentar verläßlich, läßt fast niemals im Stich. Hier ist gediegene Arbeit geleistet. Das Unternehmen verdient Vertrauen und Förderung. Bernhard Heller. Zeitschriftenschau. Jüdische Familienforschung, XIV, 48: Walther Meyer, Zur Geschichte der Familie Eger״Gans״Gansmann; Albert J. Phiebig, Ein Beispiel für eine jüdische Familienstatistik; Di־. Coster״Dr. Czellitzer, die 50 höchstbesteuerten Juden in Groningen im Jahre 1812; Walter Carow, Zur Geschichte der Gemeinde Niederursel; Samuele Schärf, Die Familiennamen der Juden in Italien. Nouvelle Revue Theologique, 65, 2: J. Bonsirven, Saint Paul et l’An״ eien Testament.