Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 82 (1938)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der Begriff der Einheit in der Philosophie Gabirols
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 111 (sequence 23)
- Language
- German
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L. Glesinger: Beiträge zur Geschichte der Pharmazie bei den Juden H! trotz ihrer Geeintheit im Sein sie in ihrem Wesen verschieden sind; eine Verschiedenheit, die begrifflich, nicht körperlich gemeint Ist. (Differentia diversitatis earum in sua essentia et unitio in esse, non differentia corporalis, sed differentia intelligibilis)132. Beiträge zur Geschichte der Pharmazie bei den Juden. Von L. Glesinger. Über den Anteil der Juden auf allen Gebieten des Kulturlebens finden wir in der Literatur erschöpfende Angaben. Wer jedoch den Anteil der Juden in der Geschichte der Pharmazie kennenlernen will, der wird vergeblich eine zusammenfassende Darstellung suchen. Über jüdische Apotheker wissen nicht einmal unsere großen Enzyklopädien zu berichten, obwohl gerade dieser Abschnitt der jüdischen Kulturgeschichte eine Menge recht interessanter Einzelheiten umfaßt. Denn nicht nur die Pharmazie des Altertums, sondern auch diejenige des Mittelalters wurde durch Juden nachhaltig beeinflußt; und nicht nur in der Alchemie, sondern auch auf manchen weitaus nüchterneren Gebieten, die noch heute, nach tausend Jahren, die Grundlage der medikamentösen Krankenbehandlung bilden, haben Juden eine bedeutende Rolle gespielt. Jüdische Apotheker hat es jederzeit gegeben, wenn auch jahrhundertelang in den meisten Ländern Juden von der öffentlichen Ausübung des Apothekerberufes ausgeschlossen waren. In den meisten größeren Judenzentren gab es früher eigene Judenapotheken, von denen die Pharmaziegeschichte kaum etwas zu berichten weiß. Aber auch der jüdische Einfluß in der wissenschaftlichen pharmazeutischen Literatur hat bis heute noch nicht die gebührende Würdigung erfahren. Vorliegende Studie erhebt nicht im entferntesten den An- Spruch auf Vollständigkeit. Dem Verfasser kam es bloß darauf ar, einzelne Momente festzuhalten, die einen Einblick in dieses bisher vernachlässigte Gebiet gewähren, um auf diese Weise vielleicht auch weitere Forschungen anzuregen. 132 V 27, p. 306, 22.