Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 82 (1938)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Neues assyrisches Material für das Verständnis der Gesetze des Pentateuch
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 89 (sequence 4)
- Language
- German
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A. Heschel: Der ׳Begriff der Einheit in der Philosophie Gabirols 89 225 23, 55, 56 auf gleicher Stufe in der rechtlichen Differenzierung, Deut 251_s 40 Stockhiebe siehe AG oben 1 und 2, Deut 25s die ״nicht geteilten“ Brüder siehe AG § 25, Deut 255_10 Schwager ehe siehe AG §§ 30, 31, 33 und 44, Deut 2511_12 eine Frau greift nach den Geschlechtsteilen des Mannes siehe AG § 8. Das Bild von der Gemeinsamkeit des gesamten altorientalisdien Rechtsmaterials rundet sich immer mehr. Aber gerade dadurch tritt hervor, wie verschieden die einzelnen altorientalischen Rechtsbücher dieses Material verarbeitet haben. Es ist für die Beurteilung der Fragen des Pentateuch wichtig, daß Weidner die AG als Sammlung zwar der Zeit des Königs Tiglat-Pileser I. zuschreibt, aber meint, daß dies für das Alter des Inhaltes noch nichts besage. Der Begriff der Einheit in der Philosophie Gabirols. Yon Ab rahamHeschel. 1. Metaphysische und mathematische Einheit. Unum, Yerum, Bonum stellen nach der Metaphysik der christliehen Scholastik die transzendentalen oder metaphysischen Bestimmungen des Seins dar, die mit dem Sein konvertibel sind. Sie werden als transzendental bezeichnet, weil sie jedem Seienden notwendig zukommen und wie das Sein selbst über allen Gattungen stehen. Auch Gabirol, dessen Einfluß auf die Entwicklung mancher Gedankengänge in der christlichen Scholastik bekanntlich nicht unbedeutend war, kennt die Konvertibilität von Sein, Einheit (esse dicitur unum1) und Gutem (bonitas quae est esse; unus est bonitas2). Seine Auffassung von der Einheit und den damit zusammenhängenden Begriffen bildet den Gegenstand der folgenden Untersuchung. Die metaphysische E i n h e i t kommt nach Thomas einem Dinge zu, insofern es in sich ungeteilt und von allen anderen Dingen geschieden ist3. Trotz der negativen Bedeutung, die 1 Fons vitae V 9, p. 272, 11—14. 2 V 34, p. 320, 15. c. 32, p. 317, 8. 9. c. 33, p. 318, 16. 3 Unum nihil aliud significat quam ens indivisum. Et ex hoc ipso Monia.iisischiriit, 82. Jahrgang