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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 5 · p. Seite 422

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 5
Article
Neue Beiträge zur Geschichte der Juden Baghdads im islamischen Mittelalter
Date
1937-01-01
Page
Seite 422 (sequence 7)
Language
German
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422 David Herzog So lesen wir13: ״Khawadja Mas6üd b. Sadid ad״Daula .... errichtete eine Madrassa und Märkte in höchster Schönheit und machte sie zu Stiftungen für die vier Lehrrichtungen nach dem Vorbild der Mustansirijja ..... Die Inschriften, die an den Wänden der Madrassa waren, schrieb er selbst mit eigener Handy und in der Bibliothek der Madrassa waren die meisten Bücher von ihm geschrieben. Er hatte eine schöne Handschrift und schrieb auch seinen Namen in die Wände der Madrassa ein. Und der Wortlaut war: ״Dies hat geschrieben Mas‘ud, der Abstammung nach der Sohn von Mansur b. Abi’l Aron14, der Lehrmeinung nach ein Schäfi’. Er begann mit dem Bau der Madrassa z. Zt. des Sultan Uwais (1355/ 1374) und beendete sie in den Tagen des Sultan Ahmad (1382/1410). Als die Madrassa: vollendet war, lud er den Sultan zur Besichtigung ein. Er breitete unter seinen Füßen (einen Teppich) aus Silberbrokat aus in einer Länge von 300 Ellen, und der Diener des Khawadja Mas4ud, Baha״ dur, trug auf seiner Schulter einen Wasserschlauch, gefüllt mit Silber״ stücken, die er unter seinen Füßen ausstreute. Was die übrigen Bankette und Geschenke anlangt, so ist ihre Auf״ zählung gar nicht möglich.“ Unsere Quelle erwähnt noch — in etwas auffälliger Weise —, ״daß Khawadja Mas ud kein Wesir war“, wohl aber einer ״der Vornehmen des Landes“. Es scheint also, daß Mas‘üd danach gestrebt hatte, Wesir des Sultans zu werden, es ihm aber nicht gelang — aus Gründen, die uns die Quellen nicht mitteilen. Ob unter der Herrschaft der Mongolendynastien noch andere Juden in Baghdad oder andern Zentren des islamischen Orients eine Rolle gespielt haben, werden erst weitere Quellen uns vermitteln können. Bemerkungen zu ibn Esra dem ״Historiker“. Von D a v i d Herzog. Im ״Magazin für die Wissenschaft des Judentums (MWdJ.)“, Berlin 1890/1, Jahrg. XVII 232—235 und^XVlII 261—268, hat D. Feuchtwang einen Aufsatz unter dem Titel: ״Einige Bemerkungen zu Aben (sic!)* 1 Esra dem Historiker“ veröffentlicht. Bereits im Jahre 1891, kurz nach Er- 13 Tä’rikh al״Ghijäthi a. O. 14 Dies der Name von Sadid ad״Daula. 1 Vgl. meinen Aufsatz in MGWJ., Breslau 1933, Jahrg. 77 (N. F. 41), S. 386 f.

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