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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 5 · p. Seite 404

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 5
Article
Die hebräischen Intonationen in B. Marcellos Estro poetico-armonico
Date
1937-01-01
Page
Seite 404 (sequence 12)
Language
German
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404 Brich Werner Musikwissenschaft und der Stilkritik zu untersuchen und zu analysieren, um aus ihnen (im Vergleich mit anderen uns erhaltenen Weisen) eine Vorstellung von der mittelalterlichen jüdischen Volksmusik und darüber hinaus Elemente der jüdischen Melopöie überhaupt zu gewinnen. 1L (stilkrüischer) Teil. Die folgenden Ausführungen lehnen sich, soweit sie analytischer und stilkritischer Natur sind, an das große und in jeder Hinsicht umfassende Werk Prof. A. Z. Idelsohns ״Hebr.- Orient. Melodienschatz“ an, das überhaupt der Musikwissen- Schaft in ihren jüdischen und arabischen Bezirken erst festen Boden unter die Füße gegeben hat. Insbesondere kommt für uns sein fundamentales Werk über die arabischen Maqamen27 in Betracht, ferner seine historische Bearbeitung des älteren deutschen Synagogalgesanges. Marcello hat nämlich — und dafür müssen wir ihm dankbar sein — scharf zwischen spaniolischen und deutschen Quellen geschieden und gibt ausdrücklich überall den Ritus an, dem er seine Beispiele entnimmt. Im ganzen handelt es sich um 11 Melodien, die er aufgezeichnet hat; von diesen bezeichnet er 5 als spaniolisch, 6 als deutsch. In 9 Fällen setzt er den hebräischen Text für die ganze Melodie syllabisch unter die Noten, bei den übrigen 2 begnügt er sich damit, nur den ersten Satz vollständig zu zitieren. Folgende Texte werden von ihm reproduziert: [S. Notenbeilage.] 1.לדוד ברוך (spaniolisch) — 2. בצאת ישראל (deutsch) — 3.אודך כי עני־תכי spaniolisch) - 4.מעוז צור (deutsch) — 5. אחר כוגבי־ם (spaniolisch) — 6.המבדיל (deutsch) — 7.שער אשר נסגר (spaniolisch) — 8.לכה דודי (deutsch) — 9. שופט כל הארץ (deutsch) — 10..קדיש בליל ר״ד (deutsch) — 11. שירו ל״ה שיד חדעז (spaniolisch). Mit Ausnahme der Nr. 5 und 7 sind alle Texte wohl bekannt und überall gebräuchlich. Nr. 5 ist ein Pismon zu Ssimchath Tora von Sdilomoh b. Masal-Tow aus dem 14.—15. jhdt.28 und heute, wie mir Prof. Dr. Ottolenghi, Oberrabbiner von Venedig, ein genauer Kenner des sefardischen Ritus versichert, nicht mehr im Gebrauch. 27 Teilw. abgedr. bei Idelsohn, Bd. IV, S. 18 ff.

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