Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 81 (1937)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Nennt Megillat Taanit antisadduzäische Gedenktage?
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 355 (sequence 5)
- Language
- German
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Nennt Megillat Taanit antisadduzäische Gedenktage? 355 Sukkot-Festes nadi Jerusalem gezogen war, inzwischen den Ausbruch des Kampfes erfahren hatte und daher begreiflieber weise vor zog, in Jerusalem zu bleiben, um sich an Offensive und Defensive gegenüber den Römern beteiligen zu können. Das meint Josephus Bell, II § 517. Wenn er ebenda sagt, daß ״die Juden angesichts der Tatsache, daß der Krieg die Hauptstadt berührte, das Fest verließen und zu den Waffen eilten ... ohne dabei an den siebenten Tag als Ruhetag zu denken, obwohl sie sonst gerade den Sabbat mit besonderer Ehrfurcht beachteten“, so können wir aus diesem Satz nicht die Folgerung ziehen, daß Cestius sich Jerusalem während des Hüttenfestes näherte, und behaupten, daß der von Josephus erwähnte Sabbat der Sabbat der Festwoche war. Cestius näherte sich Jerusalem etwa gegen Ende des Monats Marcheschwan. Die Juden in Jerusalem ebenso wie die Wallfahrer, die hingekommen waren, um das Hüttenfest zu feiern, machten sich nach ihren Siegen über die Römer am 17. und am 22. Elul und ihrem Sieg vom 5. Tischri klar, daß ein Krieg mit den Römern unvermeidlich war, und mobilisierten daher ein Heer, setzten auch ihre Vorbereitungen für einen etwaigen Zusammenstoß mit den Römern während des Hüttenfestes und auch während des Sabbats innerhalb dieses Festes fort. Es folgt daraus, daß der von Josephus erwähnte Sabbat sich überhaupt nicht auf einen besonderen Sabbat während des Sukkot-Festes bezieht, sondern daß er diejenigen Sabbate im Auge hatte, welche in die Zeit der Mobilmachung fielen. So bleibt meine Behauptung bestehen, daß der große Sieg der Juden über den römischen Feldherrn, der nach Josephus am 8. Dius stattfand, nach dem jüdischen Kalender auf den 7. Kislev fiel. Um Phiions geschichtliche Stellung. Von I. Heinemann. Vor kurzem sind zwei eingehende Behandlungen Phiions erschienen — beide aus der Feder bekannter Fachmänner —, welche seine geschichtliche Stellung genauer zu bestimmen suchen. Ein amerikanischer, nichtjüdischer Gelehrter sieht in 23*