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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 4 · p. Seite 340

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 4
Article
Die nationalitätenrechtliche Stellung der Juden im alten Österreich
Date
1937-01-01
Page
Seite 340 (sequence 20)
Language
German
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340 H. Torczyner Außerdem hatte die Anlehnung an verschiedene Nationalitäten auch eine Entfremdung oder eine Verstärkung der he-־ reits bestehenden Entfremdung innerhalb des Judentums zur Folge. Die Furcht, daß die ehemals einheitliche Judenschaft Österreichs in eine Reihe verschieden assimilierter Gruppen zerfallen würde, war nur zu berechtigt. Eine national jüdische Politik wurde verhältnismäßig spät getrieben; parlamentarisch erst 1907. Bis dahin stand die zionistische These von der ״Verneinung der Galuth44 und die assimilatorische Haltung des einflußreichsten Teils der Judenschaft einer jüdischen ״Landespolitik'4 entgegen70. Als schließlieh der ״Jüdische Klub44 Autonomie auch für die Juden forderte, wollte die Umwelt hiervon wenig wissen. Selbst die Sozialdemokraten, obwohl gerade sie am stärksten für nationale Selbstverwaltung eintraten, lehnten die Anerkennung der von Marx ״chimärisch44 genannten jüdischen Nationalität striktest ab. So war das österreichische Judentum genötigt, zwischen den ״Volksstämmen44 der Monarchie zu lavieren, was wiederum den Vorwurf der politischen Labilität und natiomalen Unzuverlässigkeit nach sich zog. Bis zur Beendigung des Weltkrieges ist es bei diesem Zu״ stand geblieben. Erst 1919, nach der Zertrümmerung der Monarchie, sollte für die Judenschaft des ehemaligen Habsburgerreiches eine neue nationalpolitische Epoche beginnen,. Die Aussprache der Begad-kefat in der Geschichte der hebräischen Sprache. Von H. Torczyner. Die wechselnde Aussprache der Buchstaben Begad-kefat im Althebräischen, die Widersprüche zwischen dem diesbezügliehen Tatbestand, den die Umschriften hebräischer Wörter in den griechischen Übersetzungen und bei den Kirchenvätern zeigen, und den Forderungen der Massora, all das bildet ein schwieriges und bisher nicht befriedigend gelöstes Problem der hebräischen Sprachgeschichte. Gelegentlich der Über- 70 Über die negativeSeite einer solchen Politik s. Hellmann (Pseudonym)- in ״Der Jude 4 V. S. 685 ff.

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