Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 81 (1937)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 305 (sequence 3)
- Language
- German
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Besprechungen 305 Die ah gebildeten Kunstgegenstände sollten fachmännisch in einer Monographie behandelt werden. Sehr oft werden z. B. neben den Grab״ inschriften die Torarollen abgebildet, und zwar entweder in der Form־ von Kreisen oder in Cylinderform; einigemal kommen Cylinder vor, die am oberen Rande ein Dreieck auf weisen. Über diese ״Variante“ hat sich P. F. hinweggesetzt und auch diese als Torarollen erklärt. Wie ich in meinem Aufsatz II significato delle pitture nelle catacombe giu« daiche a Roma in״Studi׳ eMateriali per laStoria delleReligioni“ A. VIII, Roma 1931 bereits bemerkt habe, gibt es keine Torarollen mit angehängtem Dreiecke am oberen Rande. Das kann wohl nur eine Mezuzah sein. Auf manche andere, die italienischen Grabinschriften betreffenden Probleme, und die im Werke des P. F. m. A. noch keine richtige Lösung gefunden haben, wollen wir gelegentlich zurückkommen. I. Zolli. Elias Bickermann: Die Makkabäer, eine Darstellung ihrer Geschichte von den Anfängen bis zum Untergang des Hasmonäerhauses. Schocken״ Bücherei 47, Schocken«Verlag, Berlin. Diese ,gut geschriebene Darstellung der Makkabäergeschichte gründet sich auf ,ein Buchi des Verfassers, das noch nicht erschienen ist und! ver~ zichtet daher darauf, Quellen für die neue Auffassung, zu bringen. Das Fundament dieser Geschichtsschreibung ist die Behauptung, daß der makka״ bäische Kampf in Wirklichkeit ein Bürgerkrieg war, ausgefochten zwischen der aktiven Minorität der Makkabäer schar und den Juden, über die sich der Grimm der Makkabäer ergoß; jene verstehen wenig oder nichts von den Reformen dieser, die schließlich Schutz beim König Antiochus Epi״ phanes suchten, der sich vorher um diesen inneren Zwist wenig kümmerte. Antiochus ist in diesem Buche nicht der Vertreter der philhellenischen Kulturbestrebungen im Osten, vielmehr geht der Hellenisierungsprozeß von den Juden — den ״Neuheiden“ selbst aus. Vieles ist hier von Eduard Meyer übernommen, vieles neu, Stil und Erzählungsweise anregend, lebendig durch unendlich viele historische Parallelen und anachronistische Wendungen. Das ganze Problem — Juda und Umwelt — wird hier gut beleuchtet, die Kriege sehr anschaulich dargestellt. Näheres nach Erschei״ nen des angekündigten Buches. Arthur Posner. Bruno Schindler, Ph. D. in collaboration with A. Marmor״ stein, Ph. D.: Gaster Anniversary Volume. (Occident and Orient. Being Studies in Semitic Philology and Literature, Jewish History and Philo״ sophy and Folklore in the widest sense. In Honour of Haham Dt*. M. G a s t e r's 80th Birthday.) London, TaylorV Foreign Preß 1936. XVIII + 570 S. Bild Gasters und 7 Tafeln Illustration gr. 8°. Den nichthebräischen, jüdisch״wissenschafthchen Arbeiten droht das Schicksal, sich in Jubelschriften und Gedenkbüchern zu erschöpfen. Ich wollte diese Bemerkung nicht unterdrücken, obwohl das zu besprechende Werk Gaster Anniversary Volume an Mitarbeitern und Themen international und interkonfessionell ist. An Mitarbeitern stellt London 16, Monatsschrift, 81. Jahrgang■ 20