Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 81 (1937)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Abrabanels Stellung zur Agada
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 280 (sequence 11)
- Language
- German
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- Origen 2× ep/1025440
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280 Edmund Stein über die göttliche Vorsehung behandelt im Anschluß an den Sehriftvers: ״Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, um dich auf dem Wege zu hüten und dich an die Stätte zu bringen, die ich bereitet habe66 Ex 2320. Im Alter ist Abrabanel selber seinem aus der Heimat vertriebenen Volke als Bote Gottes vorangezogen, um es ״auf dem Wege zu hüten und an die Statte zu bringen, die ihm der Hüter Israels als neue Heimat bereitet hat.“ Zur apokryphen Schrift ״Gehet Josephs“. Von Edmund Stein. Der Kirchenvater Origenes erwähnt einige Male eine apokryphe Schrift unter dem Namen ״Gebet Josephs“ (Tlpoaeoxr) *1ל(¥[07נס die bei den Juden dazumal im Gebrauch gewesen sein soll. Origenes bezeichnet das jüdische Apokryphon als ״eine nicht zu verachtende Schrift6־ (oöx sdxazacppnvyjrov?papy») und sucht darin eine Stütze für gewichtige theologische Lehren. Im Johannes-Kommentar, wo Origenes ein größeres Fragment aus der jüdischen Schrift mitteilt, handelt es sich um die Lehre von fleischgewordenen Engeln, und in Zusammenhang damit um das Dogma von der Inkarnation Jesu. Der Kirchenvater beruft sich hier auf GJ, wo es vom Engel Uriel heißt, er sei auf die Erde herabgestiegen und habe seine Wohnung unter den Menschen aufgeschlagen. In einem Bruchstück aus dem Genesis-Kommentar des Origenes, das in seiner Schrift Philocalia c.. 23 erhalten ist, wird das jüdische Apokryphon angeführt zum Beweis dafür, daß das göttliche Vor wissen die menschliche Freiheit nicht aufhebt. Hat doch auch der Erzvater Jakob nach der Schilderung im Gebet Josephs die Zukunft auf den ״Tafeln des Himmels66 gelesen, ohne daß dadurch die Willensfreiheit beeinträchtigt wurde. Beide Fragmente lassen den eigentlichen Inhalt der verloren gegangenen jüdischen Schrift kaum erkennen, da sie sich auf Jakob beziehen und den Titel ״Gebet Josephs66 unerklärt lassen. Ebenso unbekannt ist Ort und Zeit der Ver-