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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 3 · p. Seite 262

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 3
Article
Die Staatsauffassung des Don Isaak Abrabanel
Date
1937-01-01
Page
Seite 262 (sequence 6)
Language
German
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262 Ephraim E. Urbach Geister sind, gibt es Republiken; wo die Menschen Idioten sind, da gibt es Königreiche und Monarchien“16. Das Königtum ist niemals aus freier Wahl entstanden, sondern wurde dem Volke aufoktroyiert17. Im zweiten Teil der Untersuchung geht Abr. auf die Frage ein, wie das Judentum zur Monarchie steht. Er will die Begründung für seine Ansicht liefern, daß die Bibel das Königtum als Regierungsform nicht voraussetzt, sondern eher ablehnt. Die allgemeinen Erwägungen gegen die Monarchie sind für die Beantwortung dieser Frage nicht ausreichend; denn das jüdische Volk könnte trotzdem als Volk sui generis — als solches will es Abr. gewürdigt sehen — eine besondere Stellung einnehmen. Aber diese besondere Stellung äußert sich nach ihm darin, daß Israel auch dann die Monarchie ablehnen müßte, wenn ihre Notwendigkeit für alle sonstigen Völker erwiesen wäre. Dem König obliegen nämlich drei Aufgaben, die Heeres- und Kriegsführung, die Gesetzgebung und die Gerichtsbarkeit. Zur Erfüllung dieser Aufgaben hat aber Israel keinen König nötig. Die Kriege haben auch die Richter als Beauftragte Gottes geführt; die Gesetze sind dagegen in der Tora festgelegt. — Hier wird die Umbiegung ins kam. Maim. More III 12 dient ihm dabei als Stütze: ולכן הרמבם בם׳ המורה ח״ג פי׳ כאשר המשיל את הסכנות העצומות אמר ברכיבת הימים ובעבודת המלכים והם אצלי שבי דברים המתייחסים הים והמלך בשאין לקצפם חקבה וההולך בתוכם כפתח ביבו ובין המות Man darf aber nicht zu weit gehen, wie Biberfeld S. 199, daß seine Argumentation nur ab irato geführt wird/ oder daß die Ruhe seiner Betrachtung durch Verbitterung und Antipathie leidet. Mit den neapolitanischen Königen Ferdinand und Alfonso II (Guttmann 3 Anm.) hat Abr. gute Erfahrungen gemacht, hat aber, wie der Kmt. zu Debarim beweist, seinen Standpunkt nicht geändert. 16 ...ובתפשטה הצרעת הממארת הזאת שיקום איש אחד ויעצור בעמו וינהיגם כחמורים הבלתי מדברים 17 ♦ ♦ ולכן אחשוב שבתחלה לא בעשה המלכות בבחירה העם כי אם בחזקה wenn es aber in Prv 28,2 heißt בפשע ארץ רבים שריה sagt er, Salomo spreche pro domo: וגם כי שלמה שבח עניין המלכים ולעצמו היה דורש ״ י Ähnlich bemerkt er zu I Sam 24,7 ואין ספק שכיון ג׳ב דוד כל כך ליקר שמירות המלכים ושלא יקלו בכבודם לפי שהיה עתיד למלוך ונתן לימוד אשר יועילוהו אחר כך ולדה הרג את העמלקי אשר הרג את שאול ולאנשים שהרגו את איש בושת David selbst hat die Absicht gehabt, König zu werden, deswegen war er so streng gegen Königsmörder. Diese Bemerkung erspart er sich nicht, trotzdem er selbst ein ausgesprochener Gegner des Tyrannenmordes war (vgl. S. 269). Wir werden noch sonst beobachten können, wie sein Standpunkt die Erklärung mancher Bibelstelle beeinflußt hat.

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