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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1937-01-01 · Heft 2 · p. Seite 223

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
81 (1937)
Issue
Heft 2
Article
Ein sein nai lid fun Ofen
Date
1937-01-01
Page
Seite 223 (sequence 1)
Language
German
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Alfred Fürst: Ein sein nai lid fun Ofen 223 Ein sein nai lid fun Ofen. Von Alfred Fürst. Als im Jahre 1686 während des Türkenkrieges die Stadt Ofen vom christlichen Heere erobert wurde, erlitt die dortige Judengemeinde eine schwere Verfolgung, die viele Juden das Leben kostete. Das Unheil zu mildern, bemühte sich mit großer Tatkraft und unter Einsatz seiner Person, wenn auch nicht mit vollem Erfolge, R. Sender Süßkind Tausk aus Prag. Ihm ist es, wie bereits Brannin dieser Zeitschrift dargestellt hat1, gelungen, 270״ Personen und 35 Thorarollen glücklich nach Nicolsburg zu bringen“. Seine Verdienste schildert das jiddische■ Gedicht ״Ein sein nai lid fun Ofen“ und ein kurzes Vorwort zu ihm, die ich im Folgenden veröffentliche. Als Verfasser des Gedichtes nennt sich in der 52. Strophe Ahron b. R. Josef, einer von denen, die Sender Tausk gerettet hat. Das Gedicht hat 55 Strophen־, die akrostichisch zunächst nach dem Alphabet (Strophe 1—22), dann (Strophe 24—51) nach dem Namen des Helden ד״ר״ר סענדר בן הר״ר י(ו)םף טוישק מק״ק פראג angeordnet sind. Es wurde 1688 in Prag gedruckt, und zwar so, daß am Ende jeder Strophe ein Absatz gemacht, das Ende eines Verses jedoch nur durch einen Punkt innerhalb der Zeile kenntlich gemacht ist. Die Vorrede und die 55 Strophen füllen 13 von den 14 Seiten eines Oktavbändchens; eine Seite stellt das Titelblatt dar. Das Bändchen befindet sich in Oxford in der Bodleiana (Opp. 8°—1103; Steinschneider Nr. 3654). Kürzlich hat das Jüdische Landesmuseum in Budapest anläßlich des 250jährigen Jubiläums der Eroberung von Ofen eine Photokopie des Originals anfertigen lassen. Ihr entnehme ich das Gedicht. Die Punkte am Versende habe ich beibehalten, das Ende einer Druckzeile des Originals durch einen senkrechten Strich (j), das Ende einer Seite durch einen senkrechten Doppelstrich (J|) bezeichnet. פון אובן! איין נייא לידוויל איך היק אן. וואש I איין שין נייא ליד יך ן צו ק״ק אובן האט פר לויפ״ן טאן. דאש ן יאמר אוב׳ צער וואו פדרו דרינן הובן טאן ן טרייבן. דאו וויל איך אין דיוום ליד אן ן שרייבן. הר״ר סענדר בן הר״ריופף ן טויסק איו איינר גינאנט. דיא שצדים ן האט ער ננומן אונטר דינר האנטו ן גרושי וואונדר ווערט איר דרינן לעדן. ן וואו ויך דער בחור האט גמאן אן וועון. ן דרום ליבה לייט קומט בהענד צו לויפן. ן דאו תחת ממשלת אדונינו הקיסר רומי I ביכל צו קויפן: ן פה ק״ק פראג 1 s. MGWJ 30 (1881) S. 540 ff. In etwas ergänzter Form, hebräisch auch in Gräber: אוצר הספרות Bd. I. 1887.

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