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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 6 · p. Seite 489

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 6
Article
Neueres Schrifttum zur jüdischen Sagen- und Stoffgeschichte
Date
1936-01-01
Page
Seite 489 (sequence 22)
Language
German
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M. Gaster: Faresol, nicht Peritsol 489 Ringen, Jahrbuch für Israeliten 5617, 71—179, Erich Schmidt, Lessing (zu Nathan der Weise). ★ Zu berichtigen wäre noch, daß der Franziskanermönch Pauli von Drujanow zweimal (I, 404 II, 438) als getaufter Jude bezeichnet wird. Dieser weit verbreitete Irrtum ist von Bolte in seiner Einleitung zu Paulis Schimpf und Ernst (9—11) widerlegt. * Drujanow hat es auf eine planmäßig auf gebaute Enzyklopädie der jüdischen Anekdote abgesehen. Da soll alles Platz finden׳: Kaufleute, Börsianer, Makler, Schuldner, Gläubiger, Handwerker, Bedienstete, Arme, Reiche, Geizige, Vorsteher, Rabbiner, Gemeindeangestellte, Verfasser, Buchhändler, Chassidim und Misnagdim, Jung und Alt, Städter, Dorfbewohner, Wanderer, Wirte, Schlemmer, Säufer, Ärzte, Kranke, Einfältige, Verschlagene, Narren, Ungebildete, Lügner, Fälscher, Diebe, Räuber, Apostaten, Denunzianten, Heiratsvermittler, Ehegatten, Eltern und Kinder, Mensch mit Gott, Mensch mit Mensch, Israel und die Völker. Die vergleichende Untersuchung führt er mit wissenschaftlicher Gewissenhaftigkeit. Tausende von Urkunden für die jüdische Volksseele sind hier ausgestellt. Ein Spiegel des Volkes, ein Denkmal der Gelehrsamkeit. Faresol, nicht Peritsol. Von M. Gaster. Ich blättere soeben durch Thomas Hydes Ausgabe der Itinera Mundi des Abraham Peritsol, wie er dort angegeben wird (Thomas Hy de: Syntagma Dissertationum, ed. Gregorius Sharpe, Oxford 1767, Vol. I). Dabei fällt mir eine Entdeckung ein, die ich im Jahre 1900 in Turin gemacht habe. Auf der Bibliothek zeigte man mir eine hebräische Handschrift, die zu den größten Schätzen der Bibliothek gerechnet wurde. Sie war wunderschön geschrieben, aber nichts im Vergleich mit dem äußerst künstlerisch ausgeführten Titelblatt. Dies Titelblatt war von zwei Säulen eingerahmt Zu meiner Verwunderung sah ich unter dem Kapital der linken Säule Notenlinien und darauf Noten. Sie standen nicht in der Reihenfolge der Do-re״mi Skala, sondem ganz verschieden; es war also eine Absicht damit verbunden. Ich las die Noten, und ich fand zu meiner Über- Monatsschrift, SO. Jahrgang 32

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