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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1936-01-01 · Heft 6 · p. Seite 450

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
80 (1936)
Issue
Heft 6
Article
Welchen Sinn hat Hohes Lied 4,8?
Date
1936-01-01
Page
Seite 450 (sequence 2)
Language
German
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450 Julius Boehmer lige Schrift des Alten Testaments 19234 Bd. '2, 399. Jenes Mal mit ausführlicher Begründung, dieses Mal mit kurzem Hinweis und bei (doch wohl geflissentlichem) Übersehen dessen, was zwischen 1898 und 1923 unternommen worden war, um ״der Stelle einen Sinn abzugewinnen“. Fassen wir die wichtigsten dieser Erklärungsversuche, die älteren (vor Budde) und die jüngeren (seit Budde aufgestellten) kurz ins Auge. A. Bertholet, Abhandlungen zur semitischen Religionskunde und Sprachwissenschaft (Festschrift, Gießen, 1918) S. 47—53, geht wie Budde davon aus: ״Die Worte erscheinen ohne allen Zusammenhang und bieten der Erklärung beträchtliche Schwie״ rigkeiten“ S. 47. Bertholet kommt zu dem überzeugenden Schluß S. 48: ״Daß eine so originelle Stelle bloße Glosse sein soll, leuchtet wenig ein.“ Was er aber dann aus dem Adonis״ Mythus zum Verständnis beibringt, wobei er im Anschluß an Baudissin ״eine mimische Darstellung“ zu Hilfe nimmt S. 51, und von ״Mysterienspiel“ S. 53 spricht, scheint auf äußerliche Beziehungen gegründet, um nicht zu sagen: gekünstelt, zu sein, wofür übrigens Bertholet selber ein gewisses Empfinden verrät; indem er z. B. urteilt: ״Es möchte vielleicht scheinen, als sei die Ähnlichkeit illusorisch“ S. 49; ״die Worte des Hohen Liedes scheinen eine bestimmte Fassung des Mythos vorauszu setzen“ S. 51; ״es fehlt vielleicht nicht an anderen Spuren“ ebd.; die mehrfachen ״vielleicht“ S. 52. Und endlich wertet Bertholet selbst seine Aufstellungen insgesamt als ״Vermutungen“, ״Hypothese“ S. 53. In seiner Anzeige Theol. Lit. Ztg. 1919, 28 sagt W. Nowack bloß: ״A. Bertholet glaubt das rechte Verstand״ nis von Hohl. 4, 8 aus einer Einwirkung des Adonis״Mythus ge״ winnen zu können.“ Auch Wittekindt S. 165 s. u. verhält sich zu Bertholet kurzweg ablehnend. Danach dürfte es erlaubt er״ scheinen, es anders als dieser zu versuchen. W. Staerk in den ״Schriften des Alten Testaments“ III 1 S. 295, 301 f. (Gottingen^ 19^0) bietet zur Sache dinige beacht״ liehe Winke. Leider aber hat er durch Verkoppelung von 4, 8 mit 2, 14 den Tatbestand verwirrt. Nur kurz äußert sich Erich Ebeling in der Ztschr. d. deutsch, morgen!. Gesellschaft, Neue Folge Bd,: 3 [1924/25] S. LXVIII. In einer umfassenden Studie dagegen: Das Hohe Lied und

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